„Wo zwei oder drei …

Jesus sagte einmal: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Mt 18,20. Kirche also beginnt im Kleinen, im Unscheinbaren, im faktischen Nichts. Viele solche Gleichnisse erzählt uns Jesus: Das kleine Senfkorn, das zu einem Baum wächst oder der wenige Sauerteig, der das ganze Mehl durchsäuert. – Blicken wir aktuell in unsere Gottesdienste, dann sind wir bald wieder bei dem Wort Jesu: „Wo zwei oder drei!“ Ja, dramatisch sind die Zahlen unserer Gottesdienstbesucher eingebrochen. Oftmals würden eine oder zwei Bankreihen ausreichen sie alle zu fassen.

… in meinen Namen versammelt sind, …

Jesu Wort in Mt 18,20 ist aber kein Zeugnis von Depression oder Zusammenbruch. Ganz im Gegenteil! Jesus spricht liebevoll von seinen Brüdern und Schwestern, die in seinem Namen beisammen sind. Ihm geht es nicht um Masse und Quantität, sondern allein darum, dass Menschen ganz bei ihm sind. Da haben zwei oder drei, ja sogar jeder einzelne, eine ganz eigene Qualität. In Gemeinschaft mit Jesus bekommt das Leben eine ganz andere Weite und viel größere Tiefe.

Das wichtigste und entscheidende für uns als Gemeinde Gottes wird es sein, sich immer wieder um den Herrn zu versammeln. Von ihm her zu kommen und auch wieder zu ihm zurückzukehren. Pfarrgemeinde im Kleinen sowie Kirche im Großen können nur gelingen, wenn wir in Seinem Namen versammelt sind.

… da bin ich mitten unter ihnen!

„Wohin gehst du, Kirche?“, steht heute groß auf unserem Pfarrbrief. Die Antwort ist klar: Gott selbst ist das Ziel! – Ich bin mir sicher: Wenn wir dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren, dann kann unsere Kirche wieder wachsen, vielleicht nicht in die Breite, aber in die Tiefe.

Deshalb gilt es unsere Pfarrgemeinde jetzt zu erneuern. Schon zu Jahresbeginn machen sich Engagierte unserer Pfarrgemeinde gemeinsam mit der Gemeindeberatung des Bistums Regensburg Gedanken, wie es in unserer Pfarrgemeinde weiter gehen soll. Wen wollen wir ansprechen? Wie können wir Menschen von Gott begeistern? Was sind unsere Themen in der Gesellschaft von heute? Wie kann sich „Herz Jesu Teublitz“ weiter auf Gott hin entwickeln und dabei Menschen begeistern?

Ich lade ein, diesen Prozess der Gemeindeerneuerung aktiv zu begleiten und vor allem dafür zu beten, dass wir im Namen Jesu versammelt zu Gott finden.

Ihr Pfarrer
Michael Hirmer,
Dekan