Der Einsatz für den Frieden lohnt sich

Am 17. April 1945, kurz vor Kriegsende, führten britische und kanadische Bomber einen vernichtenden Luftangriff auf Schwandorf. Viele ältere Teublitzer erinnern sich mit Schrecken daran, wie der Himmel glühte und die „Christbäume“ vom Himmel gefallen sind. Die Angst in den Tagen nach dem Angriff war groß, dass auch das Eisenwerk der Maxhütte noch bombardiert werden könnte. In dieser furchtbaren Zeit gab es besondere Menschen, die nicht weg schauten, sondern versuchten, die Not zu lindern, wo es nur möglich war. Einer von ihnen war der bis heute hoch verehrte Pfarrer Dr. Karl Hofmann. Viele erzählten mir, dass der alte Teubitzer Pfarrhof zu Kriegsende voll war von Menschen, die auf der Flucht waren, dem KZ entkamen oder von der Wehrmacht davon liefen.

Diese tätige Nächstenliebe des späteren Regens und Generalvikars war jedoch nicht alles, was Pfarrer Hofmann für seine Teublitzer Gemeinde tat. Ihm war bewusst, dass vor allem das Gebet die Herzen der Menschen verändern kann. Eine lebendige Glaubensbeziehung zu Gott schenkt Frieden. Er legte deshalb für seine Pfarrgemeinde ein Gelöbnis ab:

Jedes Jahr solle am 6. Ostersonntag zum
Kreuzberg nach Schwandorf gepilgert werden.

So machten sich vor über 70 Jahren Gläubige aus der ganzen Pfarrgemeinde Herz Jesu mit ihren Ortsteilen Saltendorf, Teublitz und Katzdorf nach Schwandorf auf.

Wenn heuer zum 74.mal diese Wallfahrt stattfindet, steht sie nicht nur im Zeichen des Rückblickes auf den Zweiten Weltkrieg. Wir beten auch für den Frieden in unserer Zeit, die in nicht wenigen Teilen unserer einen Welt geprägt ist von Krieg, Bürgerkrieg und Terrorismus. Denn auch heute gilt noch das, was Pfarrer Hofmann im Sinn hatte: Durch Gebet die Herzen den Menschen verändern. Denn nur offene Herzen können Frieden schaffen.

Zur 74. Gelöbnis- und Friedenswallfahrt auf den Kreuzberg nach Schwandorf dürfen wir heuer einen besonderen Gast begrüßen. Pfarrer Dr. Johannes Schlosser war zunächst Kaplan in Teublitz und dann Gründungspfarrer der Gemeinde in Katzdorf. Lange Jahre ist er selbst mit seinen Katzdorfern mit nach Schwandorf gepilgert. Heuer wird er am 6. Mai dort für uns die Messe feiern.

Beten wir für den Frieden – Pilgern wir nach Schwandorf
Laden Sie andere dazu ein – verändern wir die Herzen der Menschen

Ihr Pfarrer
Michael Hirmer