Pfarrei Teublitz 0001Nach fast 700 Jahre ist es jetzt endlich so weit. Die Saltendorfer Marienkirche bekommt einen eigenen Wasseranschluss. Doch dieses Vorhaben wurde komplizierter als befürchtet. Nun aber scheint bald das kühle Nass aus einem eigenen Anschluss ins Gotteshaus fließen zu können.
Jedoch werden sich die Kirchgänger von Saltendorf wundern, warum ein Wasseranschluss für die Kirche nötig ist. Es ist doch allgemein bekannt, dass es Waschbecken und eine Toilette in der Sakristei gibt. Woher kam bis Dato das Wasser hierfür? Ende der 20ger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde oberhalb der Saltendorfer Kirche ein neuer Pfarrhof gebaut. Von diesem wurde eine Wasserleitung zur Kirche geführt. Jetzt wurde aber der Pfarrhof verkauft, da die kirchlichen Stiftungen im Blick auf künftige Finanznot gehalten sind, Gebäude in tertiärer Nutzung, wie zum Beispiel Mietshäuer, abzustoßen. So wurde es notwendig die Saltendorfer Expositurkirche direkt an das Teublitzer Wassernetz anzuschließen.

 

Doch dies erwies sich komplizierter als Anfangs erhofft. Denn eine Erschließung über den nahegelegenen Kirchsteig war nicht möglich, da dort kein Rohr der öffentlichen Wasserversorgung verlegt ist. Eine Erschließung über die Alte Straße wurde nötig. Jedoch musste nun die Leitung über den ehemaligen Friedhof, der sich bis vor einem Jahrhundert an die Kirche anschloss, verlegt werden. Doch dieses Gräberfeld ist als Bodendenkmal verzeichnet, weshalb die neue Wasserleitung um dieses herum verlegt werden musste. Ein technischer Mehraufwand, den die Arbeiter der Firma Münnich jedoch schnell meistern konnten.

Eine letzte Hürde war, das alte Wasserrohr zu finden, das von außen in die Kirche führt. Hier sollte die neue Zuleitung angeschlossen werden. Jedoch wusste niemand genau, wo dieses verlegt war. Auch Nachforschungen von Kirchenpfleger Matthias Obermeier und Befragungen ehemaliger älterer Kirchenverwaltungsmitglieder brachten keine genauen Angaben. Es wurde mehrere Probegrabungen nötig, bei denen eine den Zugang zu Tage förderte.

Die Kosten der Maßnahme werden auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt und zur Hälfte durch die Diözese Regensburg gefördert. Das Projekt hätte nicht realisiert werden können, wenn die Stadt Teublitz nicht unterstütz hätte. Stadtbaumeisterin Sabine Eichinger sowie das Wasserwerk Teublitz waren bei den Planungen im Vorfeld behiflich.

Das Bild zeigt Arbeiter der Firma Münnich mit Kirchenpfleger Matthias Obermeier und Ingenieurin Sabine Nießl bei einer der Probegrabungen.

 

Saltendorf, 11.-16. Sept´19