Pfarrei Teublitz 003Oft verborgen aber umso mehr beeindruckend, könnte man die Arbeit vieler engagierter Christen im Bereich der pfarrgemeindlichen Caritas beschreiben. Bei einem Treffen in Teublitz tauschten sich über 20 ehrenamtliche Mitarbeiter aus den Pfarrgemeinden des Dekanats Schwandorf über ihr Engagement aus. Neben dem Austausch stand auch eine inhaltliche Weiterbildung zum Thema „seelsorgliche Gesprächsführung“ auf dem Programm.
Der Dekanatsbeauftragte für den Bereich „Gemeindecaritas“, Pfarrer Michael Hirmer, begrüßte die Teilnehmenden, die aus neun Pfarrgemeinde und Pfarreiengemeinschaften des Dekanats Schwandorf nach Teublitz angereist waren. Besonders begrüßte der Gastgeber Pfarrer Pater Sijo aus Katzdorf sowie den Geschäftsführer des Kreiscaritas Verbandes Wolfgang Reiner.

Bei der Vorstellungsrunde wurde eine klar. Es steckt viel Herzblut in den vielen Aktivitäten der Ehrenamtlichen. In vielen Pfarrgemeinden werden kranke und alte Menschen in Krankenhäuser oder Heimen besucht. Obligatorisch sind Geburtstagsbesuche bei Jubilaren. Auch gibt es in vielen Pfarrgemeinden ein Programm für Senioren, die sich teilweise wöchentlich im Pfarrheim treffen. Von der Trauerarbeit bis hin Caritas-Sammlung gibt es noch viele andere caritative Aktivitäten der Pfarrgemeinden. So vielfältig Gemeindecaritas in den Pfarrgemeinde auch ist, verfolgen sie doch ein Ziel: Im Namen Jesu Christi Menschen zu begegnen und ihnen Freude zu machen.

Verblüfft über das vielfältige und vielfache Engagement zeigte sich auch Wolfgang Reiner vom Kreisverband der Caritas: „Wir wissen oft nicht, was in den Pfarrgemeinde alles geschieht, weil sie ihren Dienst selbstverständlich und vor allem oft im Verborgenen tun. Vergelt´s Gott dafür.“

Nachdem Erfahrungsaustausch stand ein Referat von Andrea Käsbauer auf dem Programm. Die junge Krankenausseelsorgerin wirkt im Auftrag des Bistums Regensburg am Klinikum der Barmherzigen Brüder in Schwandorf. Thema ihres kurzweiligen Referates war eine Einführung in die „personenzentrierte Gesprächsführung“. Käsbauer war es wichtig den Teilnehmenden zu erklären, dass diese Methode der Gesprächsführung in vielen Situationen angewendet werden kann. Sei es im Krankenhaus am Bett eines Patienten oder bei einem Tür-und-Angel-Gespräch im alltäglichen Leben. In der Grundhaltung der Wertschätzung und des Einfühlungsvermögens kann einem Gesprächspartner vermittelt werden, dass man jetzt für ihn da ist und mit ihm sprechen will. Denn es geht darum, dem Erzählenden, durch eine klare strukturierte Beziehung, ein neues Verständnis seiner selbst zu ermöglichen, welches ihn dazu befähigt, positive Schritte zu unternehmen. Dem Referat schloss sich eine längere Austauschrunde an, in der die ehrenamtlich Engagierten auch ihre Erfahrungen beim pastoralen Gespräch schildern und reflektieren konnten.

Im Frühjahr2020 findet wieder ein Treffen auf Dekanatsebene zum Themenkreis „Gemeindecaritas“ statt. Ziel soll es sein die vielen Aktivitäten der Pfarrgemeinden zu kennen und so voneinander zu lernen.

 

Teublitz, 15. Okt´19