Pfarrei Teublitz 050Wie kann man diesen Tag zusammenfassen? – Er war anders, als man es so zu Hause gewöhnt ist. – Aber deshalb sind wir ja auch nach Indien aufgebrochen: Um das Andere zu erleben.
Schon was Frühstück war bunt! Was für ein Erlebnis. Das Buffet war ellenlang. Hier kamen alle Kulturkreise auf ihre Kosten. Die Fahrt zum in die Innenstadt war noch wenig spektakulär. Der Lotus-Tempel in Neu Delhi, der ein Bahá'í-Gotteshaus, erstrahlte in weißem Glanz von weitem. Ein Erlebnis vor dem Zutritt zum Temple war das Ausziehen der Schuhe, was aber im Laufe des Tages zur Routine wurde. So faszinierend der Bahá´i Tempel von außen wirkten, so leer war er im Inneren. Nur Bänke zum Sitzen fanden sich darin. Die Bahá´i Religion vereint in einer besonderen Art von Synkretismus alle bekannten Weltreligionen: Was dann bleit: Leere.

Ganz anders präsentierte sich der Akshardham Tempel, der auch Swaminarayan Mandir genannt wird. Der Hindu-Tempel wurde offiziell 2005 von Dr. A.P.J. Abdul Kalam, damals Präsident von Indien, eröffnet. Eine Fülle von Gottheiten waren in teuersten italienischen Marmor an Decken und Säulen des Heiligtums dargestellt.

Weiter ging es am Roten Fort von Delhi, der imposanten Festungsanlage aus der Zeit der Mogule (17. Jh.), vorbei hin zur Jama Masjid (Freitagsmoschee). Doch hier war weniger die islamische Moschee, die Platz für 20.000 Beter bietet, für die Teublitzer interessant, sondern vor allem der Straßenverkehr. Dieser ist für ordnungsliebende Deutsche einfach unbegreiflich. Verkehrsregeln waren nur noch im Ansatz für die Gruppe aus Bayern erkennbar. Um die Moschee zu erreichen musste deshalb der Bus verlassen und durch das Verkehrchoas zu Fuß ein Weg gefunden werden. (Keine Angst: Wir haben alle heil zur Moschee und wieder zurück gebracht.)

Die Stimmung in der Gruppe war trotz Verkehr und dessen Chaos hervorragend. Grund hierfür war der Service im Bus. Rocky, der Busjunge, sorgte immer für Nachschub an Wasser und Leckereien.
Wer Indien besucht kommt natürlich nicht am großen Vater der Nation vorbei. So wurde der Ort besucht, an dem Mahatma Gandhi verbrannt wurde, eine nationale Gedenkstätte.

Das nächste Heiligtum, das besucht wurde, war der größte Tempel der Sikh, Gurudwara Bangala Sahib. Hier galt es nicht nur die Schuhe auszuziehen, sondern sein Haupt mit einem Turban zu verhüllen – oder – zumindest so etwas, was irgendwie einem Turban ähnelte. Mit entsprechender Kopfbedeckung ging es durch den Tempel, in dem Sihk Priester 24 Stunden am Tag singen und das heilige Buch der Sikh verehren. Beeindruckend war die Mildtätigkeit. Jeden Tag werden im Tempel an 20.000 Mahlzeiten verteilt. Hierzu gibt es eine große Küche mit Töpfen, so groß wie sie wohl noch kaum ein Teublitzer gesehen hat.

Auf dem Rückweg zum Hotel ging es noch durchs Regierungsviertel und am India-Gate vorbei. Parlamentsgebäude, Präsidentenpalast und Ministerien gaben ein schönes Bild in abendlicher Kulisse.

Zurück im Hotel endetet der Tag mit dem christlichen Abendgebet.

 

Neu Delhi 19. Okt´19