Pfarrei Teublitz 1001„Wir bauen mit unserer finanziellen Hilfe eine erste Brücke. Aber es muss zwingend jemanden geben, in der Regel ist das der ansässige Gemeindepfarrer, der mit über die Brücke geht. Trost und Begleitung ist uns wichtiger als das Finanzielle.“ So stellt sich die Fliege-Stiftung selbst auf ihrer Webseite vor. Der durch das Fernsehen bekannte evangelischen Pfarrer Jürgen Fliege hat es sich mit Freunden und Weggefährten zur Aufgabe gemacht Menschen unbürokratisch zu helfen, die durch alle sozialen Netze gefallen sind. Dabei soll nicht nur die materielle Not, sondern auch die oftmals damit einhergehende Not der Seele gelindert werden.

 

 

In enger Kooperation mit den Pfarrgemeinden, egal welchen Bekenntnisses, handelt die Fliege-Stiftung am Menschen und für die Menschen. Seelsorger/innen oder kirchliche Sozialarbeiter können sich an die Stiftung wenden, wenn „alle Stricke gerissen sind“. So wendeten sich auch zwei Pfarrern aus dem Bistum Regensburg hilfesuchend an Pfarrer Jürgen Fliege und seine Stiftung. Peter König aus Vilsbiburg und Michael Hirmer aus Teublitz hatten dabei konkrete Menschen im Blick, als sie sich um Förderung und Zuschuss an Fliege wandten. Während es in Vislbiburg ein Mann war, zur zu seiner Mobilität einen Umbau seinen Autos benötigte, war es in Teublitz ein Jugendlicher, der Aufgrund seiner Behinderung einen Aufzug in seinem Haus braucht.

Nun staunten die Pfarrer/innen und Sozialarbeiter/innen aus ganz Deutschland nicht, dass sie zur feierlichen Spendenübergabe an den Stanberger See, der Heimat von Pfarrer Fliege, eingeladen wurden. „Wir wollen ihnen mit diesem Galaabend auch Danke sagen für Ihre Arbeit bei den Menschen vor Ort.“ Denn es wurde nicht nur Urkunden und Schecks übergeben. „Wir setzten uns zusammen, wie damals im Urchristentum, und erzählen von unseren Erfahrungen und unserem Glauben.“, erklärte Jürgen Fliege den tieferen Sinn des Treffens. Und das taten die Pfarrer auch. Immer wieder stand einer oder eine Sozialarbeiterin auf und berichtete von den Menschen, denen das Geld zu Gute kommen wird aber auch vom Umfeld christlicher Gemeinde- und Sozialarbeit. Noch bis tief in die Nacht tauschte man sich quer durch die Regionen und Konfessionen aus.

So freuten sich die Pfarrer König und Hirmer nicht nur über zwei satte Spenden, sondern auch über die ihnen entgegengebrachte Wertschätzung und die guten Gespräche unter Kolleginnen und Kollegen.

 

Pöcking, 22. Nov´19