Pfarrei Teublitz 1006Ein überraschend großer Erfolg ist das erste Teublitzer Frauentragen. Angeregt vom Pfarrgemeinderat wird seit Beginn des Advents eine schwangere Marien-Figur von Haus zu Haus getragen. „In kürzester Zeit haben sich 23 Familien gemeldet, um beim Marientragen mit dabei zu sein.“, freut sich Pfarrer Michael Hirmer, „dass aber auch dieser Masse auch noch so viel Klasse geworden ist, hätte ich mir nicht zu träumen gewagt.“
Der Pfarrer spielt dabei auf die überaus positiven Rückmeldungen an, die nach den ersten Tagen des Frauentragens bei ihm angekommen seien. „Es war schon spannend mit unsere kleinen Kindern gemeinsam mit Maria zu beten“., schmunzelt das Ehepaar Bußler, die gleich am zweiten Tag Maria zu Gast hatten, „Aber die Texte und die Idee verstanden schließlich auch unsere Kinder.“ Vier Generationen versammelten sich bei Familie Förster zum gemeinsamen Gebet, während bei der Übergabe von Familie Niederalt zu Familie Müllner auch Nachbarn und Freude mit zum Gebet eingeladen waren. „Wir singen gemeinsam und nützen die Texte, die uns der Pfarrer vorbereitet hat.“, so Michaela Müllner.

Alle Familien lobten die Idee des Pfarrgemeinderates. „Es ist einfach schön, gemeinsam einen stillen Abend zu verbringen.“, lobte Kirchenverwaltungsmitglied Roland Unger das Frauentragen, „Gerade in der sogenannten Staden Zeit eine tolle Idee.“
Am ersten Adventssonntag wurde das Frauentragen in der Saltendorfer Marienkirche eröffnet. Am Ende des Gottesdienstes übergab Pfarrer Michael Hirmer die Figur einer schwangeren Gottesmutter Maria an Lisbeth Bemmerl. Seitdem nimmt jeden Tag eine andere Familie Maria einen Tag bei sich zu Gast auf. Am Abend wird Maria von einer Familie an die nächste weiter gegeben. „Dabei hat sich ein tolles Gespräch ergeben.“, erinnert sich Andrea Weiß, „man spürt die tiefere Verbundenheit im Glauben.“
Nach bis zum Heiligen Abend wird Maria von Haus zu Haus gehen und bei Familien zum Gebet willkommen geheißen. Pfarrer Hirmer bedankte sich bei allen Familien, die sich „auf das Wagnis des Gebets und der Stille“ eingelassen haben. Ein Vergelt´s Gott richtete der Geistlicher aber auch an die Nachbarpfarrgemeinde St. Vitus in Burglengenfeld, die seit 25 Jahren diesen Brauch pflegen und den Teublitzer die Gebete zur Verfügung gestellt haben.

Teublitz, Angang Dez´19