„Heute Abend kniet die Liebe nieder. Nicht die Macht, nicht der Erfolg – die Liebe.“
Mit diesen Worten lässt sich der Gründonnerstagabend in unserer Pfarrei Herz Jesu Teublitz kaum besser beschreiben. Es war ein Abend der Stille und der Tiefe, der Gemeinschaft und der Hingabe.
Am Tisch des Herrn
In der Feier des Letzten Abendmahls versammelten wir uns, um zu erinnern und zu feiern: Gott liebt nicht auf Abstand, nicht von oben herab. Gott liebt mit Händen, mit Brot, mit Treue bis zum Äußersten. Der Tisch des Herrn ist kein Tisch für die Perfekten – er ist gedeckt für Menschen mit Rissen, mit Fragen, mit dem ehrlichen Wunsch zu lieben.



Die Liebe kniet nieder – die Fußwaschung
Der berührendste Moment des Abends war die Fußwaschung. Ehemalige und neue Mitglieder unseres Pfarrgemeinderates ließen sich diesen Dienst gefallen – und wer dabei war, spürte: Das ist keine fromme Inszenierung. Das ist Evangelium.




Diakon Neumüller brachte es in seiner Predigt auf den Punkt: In der Fußwaschung zeigt sich die Liebe Gottes, die sich klein machen kann. Und er fragte: Was wäre unsere Gesellschaft ohne Menschen, die genau das tun – in der Pflege, in der Reinigung, im stillen Ehrenamt? So fragt dieser Abend auch jeden von uns: Wem könnte ich die Füße waschen? Vielleicht nicht mit Wasser – aber mit Geduld, mit Zeit, mit Vergebung.


Die Ölbergwache
Nach dem Gottesdienst folgte die Ölbergwache – getragen vom Frauenbund unserer Pfarrei und in Teilen mitgestaltet von unserer Jugend. Generationen wachten gemeinsam, beteten und verweilten in der Stille. Das Licht auf dem Altar brannte. Die Hoffnung blieb.



Ein Abend, der bleibt
Gründonnerstag ist kein stilles Erinnerungsfoto. Er ist Einladung und Anfrage: Wo ist mein Herz hart geworden? Wo habe ich die Liebe durch Gewohnheit ersetzt?
Christus lädt an seinen Tisch. Heute. Uns. So wie wir sind.
Wir danken Diakon Neumüller, dem Frauenbund, unserer Jugend und allen Mitgliedern des Pfarrgemeinderates für diesen gemeinsamen Abend.


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