A Pfarrei Teublitz 0001Freudig und festlich, passend zum Sonntag „Gaudete“ (Freuet euch), wurde in der Teublitzer Pfarrkirche „Herz Jesu“ das 45. Adventskonzert der Teublitzer Chöre gestaltet. Mit Kirchenchor, Frauenschola, Männerchor, Instrumentalensemble in Besetzung Streichorchester, Stubenmusi und Klarinettenduo war ein vielfältiges, abwechslungsreiches Konzert zwar zu erwarten, aber die Leistungen der Chor- und Instrumentalgruppen übertrafen noch weit diese Erwartungen. Wie Pfarrer Michael Hirmer feststellte, war diese Darbietung wieder eine großartige Leistung der Teublitzer Chöre unter der Leitung von Kirchenmusiker Norbert Hintermeier.



Mit einer Einleitungsmusik und einer Introitusvertonung über „Rorate coeli“ des Prager Barockkomponisten Franz Xaver Brixi machten der  Kirchenchor zusammen mit dem Orchester einen gelungenen Auftakt. In ihrem anschließenden Grußwort stellte Bürgermeisterin Maria Steger fest, dass dieses jährliche Adventkonzert mit zu den kulturellen Höhepunkten in der Stadt zähle. Die Zuhörer spüren dabei, dass Chorleiter Norbert Hintermeier wieder ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt habe. „Lassen wir uns nun mit Musik und Gesang auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen,“ sagte Steger abschließend.

Nach den Grußworten erklang die Psalmmotette „Ihr Tore, hebt euch nach oben“ des Teublitzer Kirchenmusikers Norbert Hintermeier, der auch die Gesamtleitung des Kirchenkonzerts hatte. Eine musikalische Besonderheit war die Barockkantate „Stimmet Hosianna an“, die der fränkische Komponist des 17. Jahrhunderts in Rondoform anlegte.

Diakon Heinrich Neumüller leitete mit einer Meditation über die Gottesmutter Maria über zum Mittelteil des Adventkonzerts mit marianischer Musik. Zunächst gab der Kirchenchor Kostproben alter „a capella Musik“ des 16. Jahrhunderts, der sogenannten „Epoche der klassischen Vokalpolyphonie“. Mit Hans Leo Hasslers Motette „Dixit Maria“ zeigte der Chor Intonationsreinheit gepaart mit hochmusikalischen Vortrag hinsichtlich Dynamik und Textgestaltung.

A Pfarrei Teublitz 0037In seiner frei formulierten Meditation knüpfte Pfarrer Hirmer an die Begegnung Mariens mit dem Verkündigungsengel an: „Mitten im Alltag, ganz unerwartet! Wie wäre das mit uns, wenn ein Engel des Herrn uns grüßen würde?“ Nach Pfarrer Hirmers  „Gedanken zum Advent“ erfreute das klangvoll besetzte Orchester mit einem dreisätzigen Concerto für zwei Klarinetten und Streicher, das als Epistelsonate im Zisterzienserkloster Raitenhaslach entstand und damit auch ursprünglich in der Liturgie erklang. Die Musikerinnen und Musiker boten mit Spielfreude und großem Können eine wunderbare Darbietung, was auch für das Klarinettenduo Wiendl/Neisberger gilt. Auch die Frauenschola erfreute mit zwei marianischen Werken u.a. mit einer Vertonung der Marianischen Antiphon „Alma Redemptoris Mater“ des barocken Klosterkomponisten Meinrad Spieß aus Irsee.

Der letzte Abschnitt dieser adventlichen Stunde wurde von der Stubenmusi des Kirchenchors und dem Männergesangverein „Gute Freunde“ gestaltet. Die „staaden“ Weisen, die Dennis Russ (Zither), Martina Zankl (Hackbrett) und Kerstin Lichtenegger (Gitarre) perfekt darboten, luden besonders zur Besinnung und zum Nachdenken ein. Dazwischen gab der MGV Kostproben seines Adventrepertoires. Passend zum „Gaudete“-Sonntag sang der Chor sehr melodiebetont und aufmerksam „Freut euch , ihr Christen, allezeit“.

Zum Abschluss sangen die Chöre, zusammen mit Orchester und Gemeinde, gemeinsam das bekannte Adventslied „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Der große Applaus der zahlreichen Zuhörer wurde noch mit Zugaben von den Chören und den Orchestermusikern belohnt. 

 

Nach dem Adventskonzert trafen sich die ausführenden Musiker zum Essen im Pfarrheim: