DSCF4998Christlicher Glaube ist keine abstrakte Lehre sondern spielt sich im konkreten Leben und in realen Beziehungen ab. Ein schönes Beispiel hierfür ist der heilige Blasius, der im 4. Jahrhundert Bischof in Armenien war. Als gebildeter Arzt ließ er sich auf die Frohe Botschaft Jesu ein, die sein Leben veränderte. In der Beziehung zu Gott änderte sich sein Leben. So war es für Blasius nun selbstverständlich, nicht nur den Körper zu heilen, sondern den ganzen Menschen mit Leib und Seele in den Blick zu nehmen.
Der Blasius-Segen, den wir an den Tagen um 3. Februar empfangen, erinnert uns somit nicht nur an die Legende, in der der heilige Bischof einem Jungen eine Gräte aus dem Hals entfernte, sondern an den heilsamen Gott, der uns vor Unheil bewahren möge.

Volkstümlich wird der Blasius-Segen oftmals als sogenanntes „achtes“ Sakrament bezeichnet, so eine große Bedeutung hatte dieser Segen früher. Deshalb war auch die Kirche gut gefüllt, als Pfarrer Hirmer und Diakon Neumüller die beiden gekreuzten Kerzen entzündeten um jeden Gläubigen einzeln damit zu segnen. Auch im Kinderhaus Herz Jesu feierten wurde der Segen gefeiert.