Agape4Agape, übersetzt "Liebesmahlfeier", feierten am unsinnigen Donnerstag (Weibafasching) acht Jugendlichen im Pfarrheim. "Eine besondere Andacht sollte es sein, die speziell auf die Jugend abgestimmt ist",  erklärt Dominik Seck, der Oberministrant und Jugendleiter der Kolpingjugend ist und die Feier ausgearbeitet hat.
Am 23.02.17, wurde die Jugend zunächst ins Pfarrheim zur Brot-Zeit eingeladen. Es Brot gebacken, welches später in einer Agape geteilt werden und in einer wirklichen Brotzeit gegessen werden sollte. Um 17:30 ging es dann mit dem Backen los, mit verschiedensten Geräten versuchten die Jugendlichen haargenau nach Rezept vorzugehen und den Teig herzustellen.

Als es nach einer kurzen "Gehzeit" zum Kneten des Teigs ging hieß es für die Jugendlichen Kraft ist angesagt. Nachdem Kneten ging das Ganze dann in den Ofen und am Ende wurde der anfänglich abgemachte Wettkampf, wer wohl das beste Brot backe, vollkommen vergessen.

Doch der Höhepunkt des Abends sollte ja die Andacht für die Jugendlichen sein. Mit speziellen Texten und modernen Liedern wollte Dominik Seck die anwesenden Jugendlichen begeistern. Im Sinne von Zeit miteinander genießen, die eigene Arbeit wertzuschätzen und das was Gott uns schenkt, nämlich die Nahrung die uns sättigt. Nach der kurzen Andacht ging die Runde der Jugendlichen in eine gesellige Runde über die zusammen Werwolf und Dobble spielt.

Nach gemeinsamen Abwasch löste sich die Runde nach einigen Stunden auch schon wieder auf, mit der Vorfreude auf die baldige Wiederholung des speziellen Gottesdienst für Jugendliche. 

Bevor aber die Runde sich auflöste, führte sie Pfarrer Hirmer noch in die derzeit prekäre Lage des Pfarrheims ein. So meinte er, dass die derzeitige finanzielle Situation eher schlecht als Recht sei. Die Jugendlichen überlegen nun auch über eine Veranstaltung nach, um ihren Beitrag zu Unterstützung des Pfarrheimumbaus leisten zu können.

 

 

 

ANDACHT 23.03.17 19:30 im Pfarrheim

Begrüßung

1. Frage: Was fällt euch zum Thema Brot in der Bibel ein?
            die Brotvermehrung Jesu, es waren 5 Brote und 2 Fische.

Der Anfang der Geschichte ist bei den vier Evangelisten jeweils ein anderer. Bei Matthäus heilt Jesus kranke Menschen. Markus berichtet, dass Jesus Mitleid mit den Menschen hat. Lukas dagegen lässt Jesus erzählen vom Reich Gottes und die Menge hört ihm gebannt zu. Den weitesten Bogen spannt der Evangelist Johannes:  Jesus sitzt auf einen Berg mit seinen Jüngern und das Passahfest steht bevor.

So unterschiedliche Geschichten und doch haben alle etwas gemeinsam.
5 Brote und 2 Fische! Und eine große Menge an Leuten, die alle hungrig sind

In allen vier Evangelien wird auch der Zuspruch Jesu an die versammelten Menschen deutlich. Ihr könnt euch auf mich verlassen. Geistliche und körperliche Nahrung bekommt ihr von mir. Demgegenüber steht der Anspruch, dass das, was vorhanden ist, geteilt wird. Wir haben so viel, dass wir es teilen können. Im Gebet nimmt Jesus die Menschen um ihn herum mit hinein in das Vertrauen auf Gottes Güte.

LIED Jesus Christ you are my life

Meditation

Die Jünger haben Sorgen ob, das Essen für die vielen Menschen reichen wird. „Wir haben hier nur fünf Brote und zwei Fische“.

Wird es denn reichen…

-          das Essen, welches ich für meine Gäste vorbereitet habe

-          das Brot das ich für meine Familie gebacken habe

Wird es denn reichen…

-          das Geld, was ich für meinen Ruhestand zurückgelegt habe

-          das Engagement welches ich in meinem Beruf aufbringe

Wir es denn reichen…

-          die Brotzeit, die ich für eine Bergtour eingepackt habe

-          das Geld, das für den Urlaub zurückgelegt wurde

Wird es denn reichen…

-          ist das Geschenk für meine Freundin angemessen

-          finde ich mit meinen Noten einen Beruf, der mir Spaß macht

Wird es denn reichen…

Wir können uns glücklich schätzen, dass wir uns keine Fragen stellen müssen ob unser Essen reichen wird. Doch sollten wir auch an andere denken und mit Ihnen fühlen. So sollten wir darauf achten, dass wir nur so viel kaufen bzw. auf den Teller tun wie wir auch essen, damit nichts weg geworfen wird.


„GABENBEREITUNG“

Wir haben unser Brot empfangen, ein Werk aus unserer eigenen Arbeit. Wir haben es selbst vermengt, selbst geknetet und selbst gebacken, damit wir es nun teilen können. Bei einem Gläschen Wein und einem Stück Brot wollen wir unsere Gemeinschaft feiern. Eine Gemeinschaft von Menschen die an Gott glauben und mit Gott feiern wollen.
Diese Andacht soll uns aber auch daran erinnern, dass es Menschen gibt die nicht so ausgelassen feiern können wie wir. Die Angst vor Krieg, Hunger, Gefangenschaft oder sogar Verfolgung haben müssen. Im Geiste sind wir mit ihnen und teilen unser Glück, unser Essen, unsere Gemeinschaft und unseren Glauben mit ihnen.


LIED Herr du bist heilig

Fürbitten

Jesus hat gesagt: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Er ist für uns so lebenswichtig wie das tägliche Brot. Wir haben Brot miteinander geteilt, um auszudrücken, dass wir aufeinander achten und Brot füreinander sein wollen. Nun wollen wir unsere Herzen öffnen für die Menschen auf der Welt, die Hunger haben – Hunger nach der täglichen Nahrung, aber auch Hunger nach Gemeinschaft, nach Frieden, nach Gerechtigkeit.

E1: Alle Menschen auf der Welt brauchen Grundnahrungsmittel, um satt zu werden und gesund zu bleiben. Bei uns in Deutschland ist Brot ein wichtiges Grundnahrungsmittel. In vielen Ländern Afrikas, auch in Uganda, ist Hirse das Grundnahrungsmittel; in Asien ist es Reis. Aber nicht alle Menschen haben genug Nahrung.

 K1: Jesus, du hast dich um alle Menschen gesorgt. Du hast getröstet, geheilt und Hunger gestillt. Wir bitten dich: Hilf auch uns, dass wir liebevoll wahrnehmen, was die Menschen brauchen. (Herr, erhöre uns.)

E2: Manche Menschen haben zwar genug zu essen, hungern aber nach Zuwendung und Anerkennung. Nicht nur der Körper braucht Nahrung, sondern auch die Seele.

K2: Jesus, du gibst uns alles, was wir zum Leben brauchen. Lass uns erkennen, dass du das Brot des Lebens bist – das Brot, das jede Art von Hunger stillt, das Brot des Trostes und der Stärkung. (Herr, erhöre uns.)

Gott, guter Vater, wir bitten dich: Lass uns in Frieden miteinander leben und dankbar dafür sein, dass du uns „das tägliche Brot“ gibst – nämlich all das, was wir für unser Leben brauchen. Dir sei Ehre durch Jesus, unseren Bruder und Herrn.

LIED Ein Licht in dir geborgen

Vater Unser

Wird es denn reichen…? Was ist genug, wenn wir alles im Überfluss haben? Begleitet mich das ständige Gefühl, dass es mangelt? Genüge ich und was passiert, wenn nicht? Dem gegenüber steht die Zusage Gottes, dass wir seine Kinder sind und er für uns sorgt. In dem Maße wie wir das für uns in Anspruch nehmen, können wir auch auf andere zugehen und die Fülle sehen und nicht den Mangel, die Gaben sehen und nicht das Fehlen. Durch unser Vertrauen auf Gottes gute Gaben werden wir auch morgen und übermorgen die Fülle haben. Fülle, die uns zur Verfügung steht. Es wurden alle satt – weil alle geteilt haben. Es ist genug für alle da, es wird reichen.

Abschlussgebet

CHRISTUS – DU kennst meinen Hunger nach Leben DU teilst ihn mit mir Auch darin fühle ich mich mit DIR verbunden Ich vertraue Dir und traue es DIR zu meinen Hunger nach Leben zu stillen

Es segne uns der Vater, der uns unser täglich Brot gibt. Es segne uns der Sohn, der uns gelehrt hat, um unser Brot zu bitten. Es segne uns der Heilige Geist, der unsere Seele nährt. Amen