Pfarrei Teublitz 10006Über 850 Gläubige feierten am Vorabend des Osterfestes die Osternacht in der Teublitzer Pfarrkirche mit. Dabei ließ Pfarrer Michael Hirmer heuer besonders die Zeichen und Symbole dieses wichtigsten Gottesdienstes der Christenheit sprechen, in dem die Auferstehung Christi gefeiert wird.
"Wir kommen jedes Jahr nach Teublitz, um die Osternacht mitzufeiern.", freute sich am Ende der Feier ein junges Ehepaar, "weil man hier merkt, dass eine aktive Pfarrgemeinde mit Freude Gottesdienst feiert." - "Ich finde es jedes Jahr spannend, wie der Pfarrer versucht die Botschaft den Leuten nahe zu bringen. Die Dialoge heuer gingen mir zu Herzen.", berichtet Georg Niederalt, "gerade bei der Predigt merkte man, dass die Leute aufmerksam zuhören und sich ansprechen liesen." 

Pfarrei Teublitz 0001Zu Beginn der Feier stand der Kontrast von Licht und Dunkel im Mittelpunkt. Nach Einbruch der Nacht versammelten sich über 70 Ministranten mit dem Pfarrer und dem Diakon am Osterfeuer, das zwischen Kirche und Pfarrheim entzündet wurde. Hier wurde die Osterkerze entzündet, die in die dunkle Kirche getragen wurde:

Wie die eine Kerze die dunkle Kirche hell macht,
so erleuchtet die Auferstehung Jesu das Dunkel des Todes.

An der Osterkerze entzündeten alle Gläubigen ihre Kerzen. Ein wunderbares Bild, wie sich die große Teublitzer Kirche in warmes Kerzenlicht hüllte.

Pfarrei Teublitz 0025Das Wort Gottes stand im zweiten Teil der Osternacht im Mittelpunkt. Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament wurden vorgetragen. Im Dialog predigte Pfarrer Michael Hirmer. Dabei stellten ihm, vor dem Altar sitzend ein Kind, eine Jugendlicher und eine Erwachsene Fragen zu den Lesungen und dem Osterevangelium. Auf die Frage von Matthias Zankl: „Warum sind die Frauen mit Bestürzung vom Grabe weg gelaufen?" antwortete der Pfarrer: „Viele Menschen, auch heute noch, haben Angst vor dem was Gott uns geschenkt hat. Sie können und wollen es nicht glauben. Gott hat alles, was uns Menschen Angst macht durch die Auferstehung hinweggenommen." Gott habe uns, so Hirmer weiter, die absolute Liebe geschenkt. "Und das bestürzt manche Menschen natürlich, weil sie dann keinen Hass mehr sähen können, weil es dann keine Unterschiede mehr gibt zwischen den Menschen, weil dann Versöhnung möglich wird, weil dann jeder herausgefordert ist, sich an der Liebe zu messen. Auferstehung feiern jetzt und hier heißt, Gottes Liebe anzunehmen, die sogar stärker ist als der Tod, und danach zu leben!"

Der Herr ist wahrhaft auferstanden!



Pfarrei Teublitz 0045
Ein weiterer Höhepunkt der Osternacht war die Taufe von Lotte Gritsch und Tilman Dorn. In einem kurzweilig und synaptischen Gespräch stellte Pfarrer Hirmer die Täuflinge, deren Eltern und Paten vor. Nach der Allerheiligen-Litanei segnete Pfarrer Hirmer das Taufwasser und befragte die Mitfeiernden nach ihrem Glauben. Seit jeher werden Christen aller Konfessionen mit Wasser getauft. Es ist ein Symbol des Lebens, das Christus uns in der Auferstehung geschenkt hat. Bei der Übergabe des weißen Taufkleides heißt es:

Du hast Christus angezogen.
Bewahre diese Würde für das ewige Leben.

Pfarrei Teublitz 0061Um den Altar versammelt feierte man Eucharistie, das heißt Danksagung. Feierlich wurde Gott für den Tod und die Auferstehung Christi im heiligen Mahl gedankt.

Der Auferstandene ist mitten unter euch!

Das I-Pünktchen der feierlichen Osternacht war die Kirchenmusik. Unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier wurden neben Kantorengesänge, Werke für Chor und Orchester dargeboten. Es wurde das festliche „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel, ein „Laudate Dominum“ von Franz Danzi und Musik süddeutscher Klosterkomponisten des 18. Jahrhunderts musiziert.

Am Ende bedankte sich Pfarrer Hirmer bei allen, die in den letzten Tagen in und um die Teublitzer Kirche aktiv waren und ein wunderbares österliches Triduum ermöglichten. „Die Gottesdienstes am Gründonnerstag, Karfreitag und jetzt diese Osternacht waren einfach wunderschön. Vergelt´s Gott dafür.“
Nach der Speisensegnung und dem großen Schlusssegen zogen viele der Mitfeiernden noch in den Pfarrgarten, wo die Gruppe DoReMi Wein und andere Getränke verkauften.