DSCF6032Am Abend des Pfingstsonntags werden 49 Pilger von Teublitz aus nach Rom und Assisi aufbrechen. Damit die Pilgerfahrt der Pfarrgemeinde Herz Jesu gelingen kann, traf man sich am 3. Mai zu einem Vorbereitungsabend im Pfarrheim. Dabei staunten die Pilger nicht schlecht als sie den Bildungsraum betraten. Denn Barbara Stoiber mit Team vom Veranstalter „Verkehrsunternehmen Oliver Ehrenreich“ überraschte die Teilnehmer mit Häppchen und Getränken.

Der stimmlich angeschlagene Pfarrer Michael Hirmer begrüßte die Anwesenden und stellte das Motto der Pilgerfahrt vor: „Auf Franziskus´ Spuren“, da man in Rom Papst Franziskus treffen werden und in Assisi dann dem heiligen Franziskus, der dort vor 800 Jahren wirkte, näher kommen will.


Dem Pfarrer wichtig ist der spirituelle Charakter der Fahrt: „Wir sind keine Touristen, die eine Stadt kennenlernen wollen. Wir sind Pilger, die letztlich Christus gerufen hat, ihm nachzufolgen.“ So wird die Pilgergruppe Rom und Assisi im Gebet und Feier der Gottesdienste erschließen. Deshalb beginnt die Reise am Pfingstmontagvormittag mit einer Messe in der Katakombe des hl. Sebastian an der berühmten Via Appia, an der man danach picknicken wird. Auf dem Weg zum Hotel steht noch die zweite römische Pilgerkirche des hl. Laurentius mit dem großen Friedhof „Campo verano“ auf dem Programm.

Der zweite Tag der Pilgerreise beginnt mit einer Eucharistiefeier im Petersdom am Grab des hl. Papstes Johannes Paul II, an die sich eine Führung durch den Petersdom anschließt. Danach teilt sich die Gruppe. Der Großteil wird mit Pfr. Hirmer die Kuppel von St. Peter ersteigen, um dort einen Überblick über die Stadt Rom und den Vatikan zu bekommen. Ganz zwölf Personen haben die Möglichkeit die Ausgrabungen unter der Peterskirche zu besichtigen und somit dem Grab des hl. Petrus ganz nahe zu kommen. Am Nachmittag folgt dann ein längerer Spaziergang durch die Stadt. Von der Pilgerkirche „Santa Croce“ geht es zu Fuß zur Lataran-Basilika, welche „Haupt und Mutter aller Kirchen der Stadt und des Erdkreises“ und damit Kathedrale des römisches Papstes ist. Hier spielte sich vor allem im Mittelalter Weltgeschichte ab. Vom Lateran über die wunderbare Kirche des hl. Clemens geht es in ein anderes Machtzentrum, das der Antike: Über das Kolosseum geht es entlang des Forum Romanum hinauf auf das Kapitol, wo heute das Rathaus der Stadt Rom zu finden ist.

Der Mittwochvormittag steht ganz im Zeichen der Begegnung mit Papst Franziskus. Nach der Generalaudienz geht es auf den höchsten der sieben Hügel Rom, dem Esquelin, auf dem die große Marienbasilika errichtet ist. Zu Fuß geht es dann über den Zirkus Maximus hinauf auf den Aventin-Hügel, wo am eine wunderbare Aussicht über Rom genießen kann. Über den Tiber geht es weiter ins quirlige Trastevere zum Abendessen. Nach dem Abendgebet mit der Gemeinschaft Sant´Egidio schließt sich ein abendlicher Spaziergang durch die ewige Stadt an. Die Plätze Campo dei Fiori oder Piazza Navona sowie berühmte Sehenswürdigkeiten wir der Trevibrunnen, das Pantheon oder die spanische Treppe zeigen ihr schönstes Gesicht im nächtlichen Treiben des „la dolce vita“.

Nach einer kurzen Nacht wird die Gruppe am Donnerstagmorgen nach Castel Gandolfo, der Sommerresidenz der Päpste aufbrechen. Erst seit kurzem öffnet diese ihre Pforten für Pilgergruppen, da Papst Franziskus seine freien Tage lieber im Vatikan verbringt. Am Nachmittag steht mit dem heiligen Paulus der zweite der beiden großen Apostelfürsten im Mittelpunkt der Pilgerreise. Die Gruppe wird den Ort seiner Enthauptung und seine Grabesstätte besuchen, über der sich die imposante fünfschiffige Basilika „St. Paul von den Mauern“ erhebt. Einen ruhigen Ausklang findet der Tag in der antiken Ruinenstadt von „Ostia antica“, dem imperialen Hafen der einzigen Weltmetropole Roms.

Am Freitag bricht die Gruppe nach Assisi auf, um dem Leben und Wirken des heiligen Franziskus näher zu kommen. Die alte mittelalterliche Stadt liegt noch heute wunderbar verträumt an einem Bergkamm. Franz von Assisi prägte wohl wie kaum ein Heiliger die Kirche seiner und auch unserer Zeit, indem er die Armut Jesu Christi für sich entdeckte. Der ein Armut und Naturverbundenheit lebende Heilige wird die Pilgergruppe erleben, wenn sie besondere Orte des Heiligen spirituell erschließen wird. Besonders wird am Samstag der Aufstieg zur Einsiedelei des Franziskus werden. In wunderbarer Natur wird die Pilgergruppe Gottesdienst feiern.

Neben dem Programm gab Pfarrer Hirmer, der die Pilgerfahrt konzipiert hat und auch die Führungen in Rom und Assisi übernehmen wird, praktische Tipps, wie z.B. Hinweise zur Kleiderordnung in italienischen Kirchen. Sichtlich Freude hatte der Pfarrer den Busfahrer zu präsentieren, als er ein Foto von Roland Unger an die Wand projizierte.

Die Pilgerfahrt startet am Abend des Pfingstsonntags und dauert genau eine Woche. Am Sonntag nach dem Pfingstfest wird die Gruppe auf der Heimfahrt nach das Heiligtum auf dem Berg „La Verna“ besuchen, auf dem der hl. Franz die Wundmale Christi (Stigmata) empfangen hatte.