Pfarrei Teublitz 0093Mit einer rasanten Achterbahnfahrt verglich Pfarrer Michael Hirmer bei seiner Statio zum Festgottesdienst am Fronleichnamsfest das menschliche Leben: „Manchmal, da bist du im Leben oben auf; manchmal geht es bergab. Wann wieder läuft das Leben schnell, wirft dich hin und hier. Ja, manchmal steht das Leben einfach Kopf.“ In einer Achterbahn kann man sich aber darauf verlassen, dass das Gleis hält, auf dem der Wagen läuft. „So auch bei uns. Egal wie dein Leben auch spielt: Christus ist es, der dich führt und leitet, der dich in der Spur hält, die Richtung vor gibt und dich letztlich sicher ans Ziel führt.“ Diesen Herrn Jesus Christus trage man heute, so der Pfarrer zu Beginn des Gottesdienstes, durch die Straßen der Stadt um ihm zu loben und priesen.
Die Messe wurde musikalisch durch den Kirchenchor und der Blaskapelle gestaltet. Diakon Heinrich Neumüller verkündete das Evangelium. Viele Erstkommunionkinder mit ihren Eltern waren heuer gekommen auch die Schar der Ministranten und die Abordnungen der Vereine waren beeindruckend. Schon in der Kirche bedanket sich Pfarrer Michael Hirmer bei allen, die mitgeholfen haben, Fronleichnam wieder ein besonderes Fest werden kann.


Aufgrund eines Sterbefalles entfiel die Station in der Blumenstraße, weshalb die feierliche Prozession dieses Jahr direkt von der Kirche über die Regensburger Straße zur Standstraße führte, wo Familien Mehrländer mit Team wieder einen aufwändig gestalteten Altar errichtete. Dort beteten Mitglieder des Frauenbundes für die Völker der Erde, um den Heiligen Geist, der die Kraft zum friedvollen Leben schenkt.

Als die Vereine mit ihren Fahnen den Altar im Stadtpark erreichten, zog das Ende des Zuges noch durch die Angerstraße. Pfarrer Hirmer bedankte sich deshalb am zweiten Altar für die rege Teilnahme und begrüßte die Senioren, die vom nahen Seniorenheim in den Park gekommen waren. Herzerfrischend sangen die Kindergartenkinder ein Lied. In den Texten und Gebeten, welche Mitglieder der Kolpingsfamilie vortrugen, stand das Leid der Menschen im Mittelpunkt. „Leben tut auch weh“, führte Pfarrer Hirmer aus, „Auch Jesus trägt Wunden an seinem Körper, die ihm das Leben geschlagen hat. Auch tragen wir Wunden an Körper, Geist und Seele.“ Im Evangelium, das Diakon Neumüller verkündete, heilt Jesus deshalb einen kranken Mann, als Zeichen dafür, dass alle Menschen Heil in Christus erfahren können. Schon beim Einzug in den herrlichen Stadtpark beteten Josephine Winkler und Roland Unger den Sonnengesang des heiligen Franziskus und erinnerte an die jüngst zurück liegende Pfarreiwallfahrt nach Rom und Assisi.

Mesner Günter Karcher begrüßte mit großem Glockengeläut die mitfeiernden Gläubigen in der Pfarrkirche Herz Jesu. „Der Glaube öffnet uns die Augen!“, führte Pfarrgemeinderatssprecher Georg Niederalt die letzte Station ein, „und diesen Glauben dürfen wir in Familie, Gesellschaft und Beruf leben.“ Auch den Lobpreis und die Bitten trugen Mitarbeiter des Pfarrgemeinderates vor.

Nach dem feierlichen Schlusssegen bedankte sich Pfarrer Hirmer nochmals kurz bei allen, die Mitgeholfen haben. Mit der Bayernhymne „Gott mit dir du Land der Bayern“ endete die Fronleichnamsprozession.