Pfarrei Teublitz 009Als der Teublitzer Oberministrant Dominik Seck am Rosenmontag die älteren Ministranten und die Kolpingjugend ins Pfarrheim einlud, dachte Pfarrer Michael Hirmer erst an eine Faschingsparty und mahnte zur Sauberkeit. Jedoch trafen sich die jungen Leute nicht zur Party, sondern zum Gebet. „Agape“ nennen die Jugendlichen diese Gebetsform, zu der sie alle paar Wochen im Pfarrheim zusammenkommen. Zuvor wird gemeinsam Brot gebacken und eine Suppe gekocht. Dann wird sich um den großen Tisch versammelt und es werden Gebetszettel ausgeteilt. Auf dem Tisch findet sich neben dem selbst gebackenen Brot und Wein auch die neue Regensburger Sonntagsbibel, die der Pfarrer den Jugendlichen für ihre Gruppenräume geschenkt hat.


Dominik hat zuvor im Internet und einem Liederbuch der Jesuiten passende Lieder für das Gebet gesucht, die via Handy abgespielt werden. Dieses Mal hat Oliver Hölzl auch seine E-Gitarre mitgebracht. Es werden Texte aus der Heiligen Schrift vorgetragen und Gebete und Meditationen verlesen. Am Ende spricht einer den Segen über Brot und Wein und es wird gemeinsam auch die zuvor gekochte Suppe gegessen. Den Teublitzer Jugendlichen ist diese einfache Form des Gebets schon ans Herz gewachsen. Alle zwei bis drei Wochen treffen sich zwischen zehn und 25 Jugendliche, um im Pfarrheim gemeinsam zu kochen, zu beten und anschließend zu essen.