Pfarrei Teublitz 001Beobachtet man eine Probe der Teublitzer Ministranten, dann kommt einen das wohl vor wie eine Mischung aus Ballett und Flohhaufen. Oder wie P. John es so treffen beschreibt: „Alle laufen irgendwie richtig, aber ich weiß nicht warum.“ Die wunderbaren Gottesdienste, die in Herz Jesu Teublitz am Gründonnertag, Karfreitag und in der Osternacht gefeiert werden, bedürfen wochenlanger Vorbereitung. „Schon vor zwei Wochen hat uns der Pfarrer den Ablaufplan der Gottesdienste gemailt“, berichten die Oberministranten Tanja Emmert und Dominik Seck, „Wir teilen dann die Ministranten für die verschiedenen Dienste ein.“

 

Und das ist gar nicht so einfach, dann bei der Probe am Nachmittag des Gründonnerstags waren über 60 Ministranten gekommen, die einen besonderen liturgischen Dienst übernehmen wollen. Von Weihrauch über Sammler bis hin zu Altardienst und Leuchter reichen die klassischen Dienste eines Ministranten. An den österlichen Tagen kommen noch besondere Dienste hinzu, wie am Gründonnerstag die „Wäscher“, die für die Fußwaschung zuständig sind, oder am Karfreitag die Kreuz-Gruppe, die das schwere Kreuz mit dem Pfarrer enthüllen wird.
„Dabei haben wir in Luxus-Problem.“, lächelt Pfarrer Michael Hirmer, „Wir haben in Teublitz so viele, so gute, so engagierte und auch so große Minis, dass es nicht einfach ist jedem einen Dienst in den drei Gottesdienste zuzuteilen.“ Am Gründonnerstag durften dann vor allem die jüngeren Minis ran, während Karfreitag traditionell die „Großen“ übernehmen. Die meisten Diskussionen wird es dann wieder bei der Osternacht geben. „Da wollen sie alle!“, freut sich der Pfarrer.

Bei der Probe eines Gottesdienstes sind aber nicht nur die Ministranten gefragt. Auch Chorleiter Norbert Hintermeier, Diakon Heiner Neumüller, Pfarrvikar P. John und natürlich Mesner Günter Karcher sowie Lektoren und Kommunionhelfer proben die aufwändigen Liturgien mit. Da gilt es abzusprechen, wenn der Chor oder die Orgel einsetzt. Der Mesner muss wissen, wann wo wie welches Licht gemacht wird. Und am Gründonnerstag haben die Kommunionhelfer ihren großen Einsatz, da die heilige Kommunion in der Gestalt von Brot und Wein gespendet wird.

Jede Probe beginnt und endet mit einem Gebet, das thematisch zu den jeweils zu probenden Gottesdiensten passt.

In den österlichen Tagen von Gründonnerstag, Karfreitag hin zur Osternacht werden über 100 Ministranten, gut ein Dutzend Lektoren und nochmals so viele Kommunionhelfer ihren Dienst tun. Hinzu kommen noch die Musikerinnen und Musiker des Chors und des Orchesters sowie das Mesner-Team. So dürften an diesen heiligen Tagen über 160-170 Personen aktiv an den liturgischen Feiern beteiligt sein. – Und es ist dann doch ein kleines Wunder, dass diese Heerschaar an Menschen weiß, was wann und wo und wie zu tun ist, damit die Gottesdienste einfach wunderbar werden.

 

Gründonnerstag, 29.03.2018