Pfarrei Teublitz 023Über 850 Gläubige feierten am Vorabend des Osterfestes die Osternacht in der Teublitzer Pfarrkirche mit. Dabei ließ Pfarrer Michael Hirmer heuer besonders die Zeichen und Symbole dieses wichtigsten Gottesdienstes der Christenheit sprechen, in dem die Auferstehung Christi gefeiert wird.
"Wir kommen jedes Jahr nach Teublitz, um die Osternacht mitzufeiern.", freute sich am Ende der Feier ein junges Ehepaar, "weil man hier merkt, dass eine aktive Pfarrgemeinde mit Freude Gottesdienst feiert." - "Ich finde es jedes Jahr spannend, wie der Pfarrer versucht die Botschaft den Leuten nahe zu bringen. Die Dialoge heuer gingen mir zu Herzen.", berichtet Georg Niederalt, "gerade bei der Predigt merkte man, dass die Leute aufmerksam zuhören und sich ansprechen ließen."

 

 

Pfarrei Teublitz 015Zu Beginn der Feier stand der Kontrast von Licht und Dunkel im Mittelpunkt. Nach Einbruch der Nacht versammelten sich knapp 90 Ministranten mit dem Pfarrer, dem Pfarrvikar und dem Diakon am Osterfeuer, das zwischen Kirche und Pfarrheim entzündet wurde. Hier wurde die Osterkerze entzündet, die in die dunkle Kirche getragen wurde:

Wie die eine Kerze die dunkle Kirche hell macht,
so erleuchtet die Auferstehung Jesu das Dunkel des Todes.

An der Osterkerze entzündeten alle Gläubigen ihre Kerzen. Ein wunderbares Bild, wie sich die große Teublitzer Kirche in warmes Kerzenlicht hüllte.

Das Wort Gottes stand im zweiten Teil der Osternacht im Mittelpunkt. Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament wurden vorgetragen. Im Dialog predigte Pfarrer Michael Hirmer. Dabei stellten ihm, vor dem Altar sitzend vier Jugendliche Fragen zu den Lesungen und dem Osterevangelium. Auf die Frage von Lisa Wittmann: „Wie kann ich mir Auferstehung Pfarrei Teublitz 037heute vorstellen? Und wie stellst du sie dir vor?" antwortete der Pfarrer: „Das richtige Bild von Auferstehung gibt es nicht. Es sprengt unseren Versand, was damals passierte und heute noch passiert.“ Bezugnehmend auf das Osterevangelium erklärter Hirmer weiter: „Als die Frauen im Ostermorgen ans Grab aufbrachen, hatten sie auch keine Vorstellung von Auferstehung. Sie diskutierten, wie sie den Stein vom Grab weg bekommen und wer ihnen dabei helfen sollte. Und ich denke, solche „Stein“ kennen wir im Leben auch. So ein Stein, der vor uns liegt, den Weg versperrt und nicht weiter kommen lässt kann der eigene Charakter sein. Steine im Weg können Menschen sein, mit denen wir uns schwer tun. Oder noch größere Steine, die unüberwindbar sind, sind Krankheiten und letztlich –der größte und letzte Stein- der Tod. – Doch am Ostermorgen ist der Stein weg gewälzt. Die Frauen können ins Grab gehen und Auferstehung erfahren. – So stelle ich mir es auch im Leben vor. Der auferstandene Christus ist bei mir, wenn ich trotz der Steine meines Charakters mit mir selbst leben kann, wenn ich mit den Menschen um mir versöhnt leben kann, wenn ich trotz Krankheit Hoffnung haben kann. Und ich bin sicher, dass der Auferstandene am Ende auch den letzten großen Stein, den Tod, aus dem Weg räumen wird.“

 

Der Herr ist wahrhaft auferstanden!

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Ein weiterer Höhepunkt der Osternacht war die Taufe Hanna Hollnberger. In einem kurzweilig und synaptischen Gespräch stellte Pfarrer Hirmer die Täuflinge, deren Eltern, Paten und vor allem die große Schwester vor. Nach der Allerheiligen-Litanei segnete Pfarrer Hirmer das Taufwasser und befragte die Mitfeiernden nach ihrem Glauben. Seit jeher werden Christen aller Konfessionen mit Wasser getauft. Es ist ein Symbol des Lebens, das Christus uns in der Auferstehung geschenkt hat. Bei der Übergabe des weißen Taufkleides heißt es:

Du hast Christus angezogen.
Bewahre diese Würde für das ewige Leben.

 

Um den Altar versammelt feierte man Eucharistie, das heißt Danksagung. Feierlich wurde Gott für den Tod und die Auferstehung Christi im heiligen Mahl gedankt.

Der Auferstandene ist mitten unter euch!

Das I-Pünktchen der feierlichen Osternacht war die Kirchenmusik. Unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier wurden neben Kantorengesänge, Werke für Chor und Orchester dargeboten. Es wurde das festliche „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel, ein „Laudate Dominum“ von Franz Danzi und Musik süddeutscher Klosterkomponisten des 18. Jahrhunderts musiziert.
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Am Ende bedankte sich Pfarrer Hirmer bei allen, die in den letzten Tagen in und um die Teublitzer Kirche aktiv waren und ein wunderbares österliches Triduum ermöglichten. „Die Gottesdienstes am Gründonnerstag, Karfreitag und jetzt diese Osternacht waren einfach wunderschön. Heuer habe ich nachgezählt. Es waren in den letzten drei Tagen über 170 Menschen engagiert und an der Vorbereitung und Durchführung der Gottesdienste beteiligt. Besonders bedankte er sich bei Mesner Günter Karcher mit seinem Team und Oberministrant Dominik Seck für den großartigen Dienst aller Ministranten.
Nach der Speisensegnung und dem großen Schlusssegen zogen viele der Mitfeiernden noch in den Pfarrgarten, wo die Gruppe DoReMi Wein und andere Getränke verkauften.