Pfarrei Teublitz 015Unübersehbar ragt er in den Himmel. Der Regensburger Dom ist schon von weitem an seinen mächtigen und hohen Türmen zu erkennen. Das Bauwerk mit seiner langen Geschichte hat auch Bedeutung für die 40 Firmlinge aus der Pfarrgemeinde Herz Jesu Teublitz, die sich mit Pfarrer Michael Hirmer und einigen Eltern aufgemacht haben, die Kathedrale an der Donau zu entdecken.

 

 

Empfangen wurden die Firmlinge von Leos Vater, Christian Pilz. Er arbeitet seit seiner Lehrzeit als Steinmetz in der Dombauhütte. „Mit seinen Kollegen hilft mein Vater mit, dass der Dom in Schuss bleibt.“, berichtet Leo, der in vier Wochen in Teublitz das Sakrament der Firmung empfangen wird. Tatsächlich reiht sich das Handwerk des Steinmetz´ in eine lange Geschichte ein. „Seit dem Jahre 1275 arbeiten Steinmetze hier an dieser Kathedrale.“, weiß Christian Pilz den Firmlingen zu berichten, „Dabei hinterlässt jeder Steinmetz ein bestimmtes Zeichen auf den Steinen, die er gefertigt hat.“ So kann noch in hunderten Jahren festgestellt werden, wann und von wem ein Stein gefertigt wurde. Über den sogenannten Eselsturm, der nach einem mittelalterlichen Baukran bekannt wurde, stieg die Teublitzer Gruppe in den Dachstuhl des Querschiffes ein. Hier ist die tonnenschwere Domorgel an vier Drahtseilen befestigt. Lustig fanden die Firmlinge das große „Hamsterrad“, mit dem die schweren Lasten durch eine große Luke im Langhaus der Kathedrale nach oben gezogen werden konnten. Durch diese Luke warfen die Firmlinge auch einen Blick hinab in den Dom. Über eine Regenrinne ging es dann in die Türme. Hier zückten die Firmlinge ihre Handys und es wurde viele Fotos und Selfies geschossen. Über eine scheinbar nicht enden wollende Wendeltreppe ging es dann direkt in das Kirchengebäude.

Dort erklärte Pfarrer Michael Hirmer die Bedeutung des Doms als Kathedrale der Diözese: „Das hier ist unsere Bischofskirche. Hier hat Bischof Rudolf in der Karwoche auch den Chrisam geweiht, mit dem ihr bei der Firmung gesalbt werdet.“ An einem der Seitenaltäre erklärte der Pfarrer auch die Bedeutung der andern heiligen Öle. Viele Fragen hatten die Firmlinge dann in der Grablege der Bischöfe. Warum sie hier beerdigt werden und wer alles schon im Dom bestattet wurde.
Das große Wasserbecken neben der Osterkerze und einem schön geschmückten Kreuz wusste die Firmlinge sofort zu deuten. „Das muss das Taufbecken sein.“ Die Firmlinge durften sogar im Chorgestühl platznehmen, in dem die Domkapitulare die Gottesdienste mitfeiern und somit der Firmspender Dr. Roland Batz sitzt. Der Besuch des Domes endete natürlich in der Sakramentskapelle, wo die Firmlinge einige Lieder sangen, die sie in der Vorbereitung auf die Firmung kennengelernt habe. Pfarrer Hirmer betete und spendete den Segen.

Bevor es zum Bus ging, wurde noch ein Zwischenstopp in einem amerikanischen Schnellrestaurant eingelegt.

 

12. April 2018