Pfarrei Teublitz 107Eine begeisternde und mitreißende Stimmung erwartete die Mitfeiernden bei ihrer feierlichen Erstkommunion am 29. April in der Teublitzer Pfarrkirche. Denn Kommunionkinder beteten und sagen aus Leibeskräften. "Wir haben uns lange auf diesen Tag vorbereitet", begrüßte Kommunionkind Sebastian die Gottesdienstgemeinde. Laura ergänzte: "Im Zeichen des Brotes und des Weines will Jesus bei uns sein.“ Die fröhliche Stimmung und die ergreifenden Worte von Pfarrer Michael Hirmer gingen vielen zu Herzen. "Es war einfach ein schöner Gottesdienst. So was habe ich in einer Kirche noch nicht erlebt.", schwärmten eine Oma und eine Patentante nach dem Gottesdienst.


Pfarrer Michael Hirmer, Pfarrvikar Pater John, Diakon Heinrich Neumüller und der Teublitzer Kirchenchor unter Leitung von Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier schafften es, die Mitfeiernden aktiv in den Gottesdienst mit einzubeziehen. Alle sagen und machten sogar die Gesten verschiedener Lieder mit. So wurde der Gottesdienst zu einem lebendigen Ort der Freude.

Im Mittelpunkt der Feier stand Jesus Christus, im Zeichen des eucharistischen Brotes, das die Kommunionkinder zum ersten Mal empfangen sollten. Die Kinder gestalteten dabei wesentlich den Gottesdienst mit und prägten ihn so als ihre ganz persönliche Feier. Sie begrüßten die Mitfeiernden, sie beteten in den Fürbitten, trugen Texte vor oder gestalteten eine große Gabenprozession.

In seiner Predigt griff Michael Hirmer das Motto der Erstkommunion auf, das auch im Evangelium des Sonntag anklang. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“, spricht Jesus da zu seinen Jüngern. Im Gespräch mit den Kommunionkindern war klar, dass eine Rebe, die nicht am Weinstock ist, vertrocknet. „So ist es in unserem Leben.“, führte der Pfarrer weiter aus, „Wir Menschen brauchen Beziehung wie der Weinstock das Wasser zum Leben.“ Hirmer stellte die verschiedenen Beziehungen vor, welche die Kommunionkinder habe. „Eltern sind wichtige in eurem Leben oder die Beziehungen zu euren Freunden.“ Und er stellte die Frage: „Kennst du das, wenn so Beziehungen abgetrennt werden?“ Viele hätten dabei die aller wichtigste Beziehung abgeschnitten, die zu Gott. „Da wundern wir uns, wenn die Macht des Geldes regiert Menschen kaputt machen, wenn wir die Beziehung zu Gott abgeschnitten haben. Er sollte das Größte in unserem Leben sein; nicht Macht und Geld.“, predigte der Pfarrer zu den Erwachsenen, „Gnadenlos werden unsere Gesellschaft und unsere Beziehungen, wenn wir keine Verbindung mehr haben zum barmherzigen Gott. Und wie wichtig ist Vergebung und Versöhnung für unser Leben, für unsere Zeit!“

An Stelle des Glaubensbekenntnisses erneuerten die Kommunionkinder das Versprechen, das ihre Eltern und Paten bei der Taufe geben haben. Stellvertreten für die Gemeinde brachten die Kommunionkinder Mika, Leni, Philip und Lena sowie zwei Eltern und eine Patin Bitten und Gebete vor Gott. In einer großen Gabenbereitung brachten die Kinder ihre Tischgruppenkerzen, Blumen und Brot und Wein zum Altar. In einer tiefen Stille empfingen die 24 Kinder um den Altar versammelt den Leib des Herrn.

Nach dem Auszug gaben die Kommunionkinder ihrer Freude freien Lauf. Vor dem Pfarrheim erschallte weit zu hören ein dickes: "Kartoffel - Pommes", der Schlachtruf der Kommunionkinder mit ihrem Pfarrer.

 


Teublitz, 29.04.2018