Pfarrei Teublitz 0020„Wie halten wir es mit dem Sonntag“, lautete die große Frage beim Familiengottesdienst am Pfarrfest. Denn Jesus setzte sich im Evangelium mit der Sabbat-Frömmigkeit seiner Zeitgenossen auseinander. In einem lustigen Predigtspiel setzte sich Familie „Schwiendl“ mit diesem Thema auseinander (siehe unten). Der Sonntag ist eine Kraftquelle, weil wir Jesus Christus begegnen können, in der Feier der Messen.



Nach dem Predigtspiel erklärte Pfarrer Michael Hirmer, wie einfach es ist, diese Kraftquelle anzuzapfen. „Der Stecker für die Kraftquelle Gott ist das Gebet.“ Schließlich leitete der Pfarrer die versammelte Gottesdienstgemeinde zum stillen Gebet an. Augen schließen – still werden – Gott danken – Gott bitten …

 

Teublitz, 04. Juni 2018

Evangelium    Mk 2,23 – 28.3,1-6

Predigtspiel

(Susi: Paula; Markus: ?, Mutter: Tine; Vater: Wolfgang; Erzähler: Tanja)

Erzähler:         Es ist Sonntag! 12.30 Uhr! Familie Salzner trifft sich zum Mittagessen. Vater, Mutter und

Susi essen die Suppe. Markus, der Bruder von Susi, kommt gähnend dazu. Susi hat einen

Button anstecken mit der Aufschrift: „Sonntag: Hol-dir-Kraft-Tag“!

Markus:          Hol-dir-Kraft-Tag! Komisch!

Susi:                Kraft könntest du ja dringend brauchen!

Markus:          KRAFT! Nach drei Knödel hab ich wieder KRAFT!!

Susi:                Wie man’s nimmt! Lies doch genau, was auf dem Button steht!

Markus:          „Sonntag: Hol-dir-Kraft-Tag“. Aha, ein Zeichen vom Familiengottesdienst!

Susi:                Genau!

Markus:          Und das glaubst du wirklich?-

Vater:             Ich war auch ganz geschockt, als ich das große Plakat „Sonntag: Hol-dir-Kraft-Tag“ las.

Dann hat Pfarrer Hirmer den Sinn des Sonntags erklärt.

Markus:          Und was hat er alles gesagt?-

Vater:             So hat er seine Predigt begonnen: Am reitagnachmittag kannst du nur noch hören:

„Schönes Wochenende“, sagt der Nachbar zur Nachbarin. „Schönes Wochenende“, sagt Herr Bauer zu seinen Kollegen. „Schönes Wochenende“, rufen die Lehrer ihren Schülern zu. „Wochenende“ sagen die Leute und meinen Freitagabend, Samstag und Sonntag.

Markus:          Das ist mir doch egal!

Vater:             Du bist doch ein Musiker und schon deshalb kann es dir nicht egal sein und ist es dir auch

nicht egal – wie dir die Ouvertüre des Stücks gelingt!

Markus:          So gesehen: Ja! – Und was hat er weiter gesagt?-

Vater:             Der Sonntag ist Feiertag. Menschen leben nicht nur von der Arbeit. Sie brauchen auch Zeit

zum Feiern. Für Christinnen und Christen ist das Woche für Woche der Sonntag. Dann

feiern sie gemeinsam Gottesdienst und Eucharistie und hören auf das Wort Gottes.

Markus:          Aha…..

Vater:             Der Sonntag ist ein Familientag: nur mehr am Sonntag hat die Familie Gelegenheit, einen

ganzen Tag gemeinsam zu verbringen.

Markus:          Weißt du, wie bei fast allen meinen Freunden das KRAFT tanken am Sonntag aussieht? Bis

12:00 Uhr schlafen, dann essen, dann Clique oder Mofa fahren, todmüde heimkommen,

ins Bett fallen und hoffen, dass wir am Montag keine Ex schreiben.

Vater:             Der Sonntag gibt der Gesellschaft Stabilität, weil er den Bürgern ermöglicht, sich zu

treffen und zu helfen, Erfahrungen auszutauschen und sich ehrenamtlich zu engagieren.

Susi:                Klingt interessant… Der Sonntag ist praktisch der Akku der Woche. In einer hektischen

Zeit trägt der Sonntag zu Entschleunigung und Ruhe bei. Er gibt uns Zeit abzuschalten, zu

chillen und für die Woche aufzutanken.

Mutter:          Das finde ich toll! Nur… wer kocht dann sonntags und wäscht und bügelt?

Vater:             Der Sonntag stoppt die Gleichförmigkeit, denn one Sonntagsruhe wären alle Tage

gewöhnliche Werktage.

Susi:                Siehst du, Mama, das sagen wir schon immer: du solltest was verändern. Du bekommst

einen anderen Button: „Have a break – have a Sonntag“!!