Pfarrei Teublitz 0002Es verändert sich. Ja, alles ist im Wandel. Das zeigt uns vor allem die Natur. Wenn wir den Erntedankaltar in unserer Kirche so betrachten, dann ist er ein Zeichen der Veränderung und des Wandels der Natur.
Da verwandelte eine Pflanze, oft unscheinbar und nicht mit bloßen Augen zu sehen, das Licht und die Nähstoffe des Bodens in eine Frucht. Welch wunderbare Kräfte des Lebens, die da dahinter stecken, dass so ein Organismus es vermag durch Photosynthese und viele andere biologische, chemische und physikalische Vorgänge aus scheinbar wenig so viel zu schaffen.


 

Wie viele Reaktionen und Verwandlungsprozesse wohl für die Natur wohl nötig waren, um aus den Elementen von Erde, Wasser und Luft diese Früchte reifen zu lassen, die wir zu diesem Erntedankaltar gebracht haben?
Verwandlung ist ein Wesen lebendiger Natur. Alles was lebt verwandelt und verändert sich. Verwandlung ist aber nicht nur Kennzeichen der Natur, sondern auch unseres Lebens. Was hat sich nicht alles verändert in den letzten Wochen, Monaten, im vergangenen Jahr?

Hinter den Erntegaben auf dem Altar sehen wir die letzte Verwandlung des Lebens. In der Monstranz erkennen wir das Brot des Lebens, den Leib Christi. Als Christen feiern wir eine weitere Verwandlung, die über unsere Natur hinaus führt. Im Brot des Lebens erkennen wir eine weitere (Ver-)Wandlung, welche nicht auf der Ebene der Physik oder Biologie stattfinden, sondern uns in die tiefere Wirklichkeit dahinter führt. Wir glauben, dass all die Wunder der Natur einen Urgrund haben, der Gott selbst ist, den wir als Schöpfer anrufen. Wir glauben, dass alle Veränderung, alles Werden und Vergehen in Gott ein letztes Ziel finden wird, eine letzte Verwandlung hinein ins Ewige. Wir glauben, dass alle Veränderung der Natur nicht zufällig ist, sondern erkennen dahinter einen tiefen Sinn, entdecken dahinter Gott selbst.

Wenn wir das verwandelte Brot, den Leib Christi, in der Feier der Eucharistie brechen und kommunizieren, dann ist die es tiefes Zeichen (Sakramente) dafür, dass Gott nach allem natürlichen Werden und Vergehen eine letzte Wandlung vollziehen wird hinein in eine neue Dimension des Daseins, die wir nur ungenügend mit „ewigen Leben“, „Himmel“, „Reich Gottes“ oder „ewige Vollendung“ beschreiben können.

Alles Leben ist Verwandlung – Gott, verwandle uns!



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Die Bilder zeigen den Erntedankaltar in der Pfarrkirche Herz Jesu Teublitz. Er wurde von der Jugendgruppe des OGV Teublitz am Freitag vor dem Erntedankfest 2018 errichtet.
Das Allerheiligste ist in der Monstranz ausgesetzt, weil am Abend jedes ersten Freitags des Monats, den Herz-Jesu-Freitag, nach der Messe um 18.00 Uhr die Möglichkeit zur eucharistischen Anbetung ist.

 

Teublitz, 06. Okt. ´18