Pfarrei Teublitz 0001Teublitz ist eine Arbeiterpfarrei. Sie ist ja nicht zuletzt deshalb gegründet worden, um den Arbeitern im Stahlwerk Maxhütte eine geistige Heimat zu geben. Auch heute noch, Jahrzehnte nach dem Ende der Stahlindustrie im Städtedreieck spielt das Thema „Arbeit“ eine wichtige Rolle in der Pastoral der Pfarrgemeinde. Immer wieder werden deshalb Betriebe oder Produktionsstätten durch Mitglieder der Pfarrgemeinde, deren Gremien oder Verbände besucht.




Der Einladung des Verkehrsunternehmens Oliver Ehrenreich nach Neu-Ulm zu reisen, um dort die Prodiktion von Autobussen kennenzulernen, nahmen deshalb neben Pfarrer Michael Hirmer, Pfarrvikar Pater John Mathew auch Jugendliche der Kolpingjugend gerne an.

Dabei startete die Tagesfahrt kulinarisch. Denn Oliver Ehrenreich und sein Team aus Busfahrern ließen es sich nicht nehmen, den Fahrgästen ein umfangreiches Frühstück im Bus anzubieten. In Europas größter Produktionsstätte für Busse angekommen, erhielten die über 40 Personen aus dem Bereich des Städtedreiecks eine allgemeine Information über das Werk, in dem Omnibusse der Marken Mercedes und Setra gefertigt werden. Zur großen Verwunderung aller, werden Busse individuell in Handarbeit gefertigt, da es so viele verschiedene Modelle mit wiederum unendlich vielen Modifikationen gibt, dass eine Massenproduktion wie beim Auto nicht möglich ist. Bei der Führung durch die langen Produktionshallen konnte miterlebt werden, wie aus einem Stahlgerippe ein Luxusliner entsteht. Viele Fragen wurden dabei zur Produktion, zu den Arbeitsbedingungen aber auch dem sozialen Umfeld gestellt.

Nach dem Mittagessen in der Werkskantine präsentierte Oliver Ehrenreich den Interessierten seinen neuen Reisebus, der in einer kleinen Zeremonie übergeben wurde. Pfarrer Michael Hirmer, der selbst gern das Steuer eines Reisebusses übernimmt, segnete den Bus und betete für allzeit gute und unfallfreie Fahrt.

 

Neu-Ulm, 29. Okt ´18