Pfarrei Teublitz 018„Wind und Wetter, Schnee und Eis kann man ertragen, dagegen gibt es die richtige Kleidung.“, schnaubt ein Sternsinger durch das Teublitzer Schneetreiben, „Doch wie einen manche an der Haustüre behandeln, das ärgert uns schon.“ In der Tat haben es die über 80 Sternsinger der Pfarrgemeinde Herz Jesu nicht immer einfach. „Man tut so, als wäre man nicht da. Oder man beschimpft uns an der Haustüre.“, meint Alexandra Zeins, die eine Sternsingergruppe als Mutter begleite. Diese Erlebnisse würden in den letzten Jahren zunehmen. „Kinder und Jugendliche für die Aktion zu begeistern wird auch nicht einfacher.“, berichtet Doris Janus, welche die Sternsingeraktion für die Pfarrgemeinde Teublitz organisiert. „Für alles hat man Zeit, nur nicht mehr, um Gutes zu tun.“

Jedoch überwiegt die Freude! „Die meisten Leute freuen sich, wenn wir kommen. Manche warten sogar schon den halben Tag auf uns und rufen im Pfarrbüro an, wann wir denn endlich kämen.“, freut sich Miriam Hubrich, die schon das fünfte oder sechste Mal mit dabei ist. So genau wisse sie das nicht mehr: „Wir sind schon ein eingespieltes Team. Und haben seit letztem Jahr sogar ein Kamel mit dabei.“ Natürlich kein echtes. Ein Familienkreis der Teublitzer Kolpingsfamilie hat ein „Kamel“ geschneidert unter dem sich zwei Erwachsene verbergen. Besonders in Teublitz ist auch eine Erwachsenengruppe. Jedes Jahr lassen es sich einige Väter nicht nehmen als Sternsinger von Haus zu Haus zu gehen.

Das Partnerland für die Sternsingeraktion 2019 ist Peru. „Jedes Jahr wird ein anderes Land dieser Erde vorgestellt, in denen Kindern durch die Sternsinger geholfen wird.“, erklärt Franziska Zeins, „Das finde ich gut, denn so erfahren wir vieles über diese Welt.“ Tausende Projekte weltweit werden durch die gesammelten Spenden der Sternsinger unterstützt. Dabei geht es immer um Hilfe zur Selbsthilfe. Es werden Brunnen für sauberes Wasser gebohrt, Schule gebaut, nachhaltige Entwicklung gefördert oder sich gegen Kinderarbeit engagiert. Den Kindern soll in ihren Heimatländern eine Zukunft ermöglicht werden, die lebenswert ist.

Wichtiger als die Spenden ist jedoch der Segen, den die Sternsinger in die Häuser den Menschen tragen. „Ich finde es einfach großartig, dass die Wohnungen und Häuser unserer Pfarrgemeinde durch die Sternsinger gesegnet werden.“, lobt Pfarrer Michael Hirmer die Einsatzbereitschaft der Kinder und Jugendliche, „Oft sehe ich das C+M+B an den Türen. Diese Buchstaben sind lateinisch und bedeuten ‚Christus segne dieses Haus‘.“

Die Sternsingeraktion dauert in Teublitz noch bis zum 6. Januar. Sie endet mit einem feierlichen Gottesdienst um 10.30 Uhr und dem traditionellen Pasta-Essen im Pfarrheim. Spenden für die Sternsinger nimmt auch das Pfarrbüro Teublitz an.

 

 

Teublitz, Anfang Jan´19