Pfarrei Teublitz 0009Sich der Sorgen und Nöte der Arbeitnehmer anzunehmen ist seit jeher die Aufgabe der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB). Schon vor 120 Jahren wurde in Teublitz eine Ortsgruppe gegründet. Dabei will die KAB Sprachrohr und Anwalt für die Anliegen der Arbeitnehmer sein. Politisches Engagement wie z.B. den Einsatz für gerechten Lohn oder den arbeitsfreien Sonntag stehen deshalb ganz oben auf der Agenda. Doch die KAB ist weit mehr, wie Franz-Xaver Nübler, Vorsitzender der KAB Teublitz betont: „Wir sind ein Sozialverband, der seinen Mitglieder z.B. auch einen weitreichenden Rechtsschutz im Bereich des Arbeits-, Sozial- und Steuerrechts gewährt.“



Am 14. Januar traf sich die KAB Teublitz mit Vertretern des Pfarrgemeinderates und Pfarrer Michael Hirmer um über die Zukunft von „Kirche & Arbeit“ zu beraten. Dabei wurde eines sehr deutlich: „Wir brauchen eine starke christliche Stimme, die sich auch heute noch einsetzt für faire Arbeitsbedingungen, auch in Deutschland.“, stellt Pfarrer Hirmer klar. „Gerade der Leistungsdruck und die ständige den Menschen überfordernde Flexibilitätsanforderungen sind große Herausforderungen in der Arbeitswelt.“, ergänzt Pfarrgemeinderatsmitglied Werner Förster, der selbst in leitender Position bei einem Paketdienstleister arbeitet. Pfarrgemeinderatssprecher Georg Niederalt fügt hinzu: „Diese Menschen wollen wir auch spirituell begleiten.“
Ab dem Sommer soll es deshalb mehrere Vorträge zum Thema „Arbeit 4.0“ geben. Gezielt sollen dabei alle Arbeitnehmer angesprochen werden und Informationen und Tipps zu Zeit- oder Konfliktmanagement bekommen. Auch sollen Hilfestellungen zu rechtlichen Fragen gegeben werden. Nächster großer Termin für die KAB Teublitz die Feier des 120jährigen Jubiläums. Dazu soll am Samstag, 11. Mai ein gemeinsamer Gottesdienst mit anschließendem Essen mit Festabend stattfinden.

 

Teublitz, 14.01.2019