Pfarrei Teublitz 002Einen spirituell intensiven Abend durften die 13 Eltern der Teublitzer Erstkommunionkinder am Donnerstag erleben. „Es geht darum, wie ich als versöhnter Mensch leben kann.“, stelle Pfarrer Michael Hirmer immer wieder in den Mittelpunkt des Abends, „Es geht nicht nur im die Erstbeichte ihrer Kinder. Vielmehr geht es um einen lebenslangen Weg, der uns zu einem besseren und tieferen Menschsein führt.“ Das Sakrament der Versöhnung, die Beichte, sei dabei ein wichtiger Meilenstein auf diesem Lebensweg.
Gerade in unserer Zeit ist das Thema Versöhnung und Barmherzigkeit wieder topaktuell. „Wir alle leben in Beziehungen, die von Schuld belastet sind.“, erklärt der Pfarrer, „Wie kann ich versöhnt mit mir und meinen Mitmenschen leben, auch wenn ich selbst in mir Brüche und Gräben erkennen oder Menschen einfach unversöhnlich sind?“ Hier sich der Kraft „von oben“ zu versichern und eine ganz andere Ebene der Vergebung zu erfahren, wirkt für einen Menschen unglaublich heilsam.


Anhand von Bildkarten sprachen die Eltern aus, wie man mit Schuld umgehen kann. Sie auf andere zu schieben, in seiner Seele zu vergraben, sie schön zu malen oder damit auf andere zu zeigen sei kein adäquater Umgang mit ihr. Die berühmte Geschichte vom „barmherzigen Vater“ zeigte den Eltern auf, wie komplex Schuld, Umkehr und Versöhnung ist. „Oft ist es so, dass man keine Zeit hat, über sein Leben nachzudenken und dann ist man oft nicht Willens schon an vermeintlichen Kleinigkeiten zu arbeiten.“, versuchte Hirmer die jesuanische Geschichte ins Heute zu übersetzen.
In einem spannenden Gespräch über den Alltag der Eltern mit ihren Kindern wurde deutlicher, wie wichtig es ist, den Weg der Versöhnung zu gehen und das Sakrament der Beichte regelmäßig zu empfangen.

Höhepunkt des Elternabends aber war dessen Abschluss. Pfarrer Hirmer lud die Eltern ein den ersten Schritt auf dem Weg der Versöhnung, das „Nachdenken“, gemeinsam zu gehen. In Stille blickte man auf den endenden Tag zurück. „Danke wir Gott für diesen Tag und legen das, was Stückwerk geblieben ist, voll Vertrauen in seine barmherzigen Hände.“ Nach einem langen Schweigen endete der Elternabend zum Thema „Versöhnung“.

 

 

Teublitz, 17.01.2019