Pfarrei Teublitz 1006Die 75. Gelöbniswallfahrt zum Kreuzberg nach Schwandorf wirft schon ihre Schatten voraus. Schon zum Jahreswechsel ist ein über zwei Meter großer Kerzenrohling ins Pfarrbüro angeliefert worden. Nun haben sich die Eltern-Kind-Gruppen der Pfarrgemeinde daran gemacht, diesen entsprechend zu schmücken.

„Es ist eine gute alte Tradition große Kerzen nach Schwandorf zu tragen.“, erklärt Pfarrer Michael Hirmer den Hintergrund der großen Friedenskerze, wie er sie nennt, „Schon viele solcher Kerzen finden sich hoch oben im Altarraum der Schwandorfer Kreuzbergkirche. Auch unsere wird dort ihren Platz finden.“ Für die Gestaltung der Kerzen haben sich die Eltern-Kind-Gruppen bereit erklärt. „Wir haben uns dabei an den andren großen Wallfahrtskerzen orientiert.“, führt Michaela Müllner aus, „doch die Motivik dabei etwas modernen gestaltet.“ So fällt sofort ein großes Mosaik-Kreuz ins Auge. Es erinnert daran, dass die Pfarrgemeinde Herz Jesu bunt ist und aus vielen Gruppen besteht. „Natürlich durfte auch das Logo der Pfarrgemeinde und eine Friedenstaube nicht fehlen.“, ergänzt Elisabeth Kirschneck.

Denn das Gebet für den Frieden steht im Mittelpunkt der Wallfahrt, die am 26. April zum 75. Mal von Teublitz nach Schwandorf führen wird. Noch während des zweiten Weltkrieges gab der damalige Pfarrer von Teublitz, Katzdorf und Saltendorf Pfarrer Dr. Hofmann das Gelöbnis, nach Schwandorf zu pilgern, sofern die Stadt Teublitz mit ihren Ortschaften vom Krieg verschont bleibt.

„Dieses Versprechen ist uns gerade heute noch ein Auftrag.“, blickt Pfarrer Hirmer in die Zukunft, „Gerade heute ist es nötiger denn je Gott für den scheinbar selbstverständlichen Frieden in unserem Land zu danken und gleichzeitig um Frieden in unseren Herzen, in unseren Beziehungen und unter den Völkern zu bitten.“

Die große Friedenskerze soll von Teublitz nach Schwandorf getragen werden. Hierfür hat der Saltendorfer Kirchenpfleger Matthias Obermeier schon eine Tragevorrichtung gebaut. „Ich habe auch schon ein paar starke Männer gefunden, die mit anpacken wollen.“, freut sich Obermeier, „Gerne können sich aber Einzelpersonen oder Vereine beim Pfarrer melden, die symbolisch am Frieden mittragen und die Kerze nach Schwandorf bringen wollen.“

 

Teublitz, 22.03.2019