Pfarrei Teublitz 080Schon in den österlichen Tagen waren die Kommunionkinder eingeladen den Leib des Herrn während der Messe gemeinsam mit ihren Familien zu empfangen. Nun trafen sich die 16 Kommunionkinder der Pfarrgemeinde Herz Jesu Teublitz am 5. Mai, um Gott für das Geschenk der Eucharistie zu danken. Die Kommunionkinder beteten und sagen aus Leibeskräften. "Wir haben uns lange auf diesen Tag vorbereitet", begrüßte Kommunionkind Luis die Gottesdienstgemeinde. Max ergänzte: "Im Zeichen des Brotes und des Weines will Jesus bei uns sein.“ Die fröhliche Stimmung und die ergreifenden Worte von Pfarrer Michael Hirmer gingen vielen zu Herzen. "Es war einfach ein schöner Gottesdienst. So was habe ich in einer Kirche noch nicht erlebt.", schwärmten eine Oma und eine Patentante nach dem Gottesdienst.

Pfarrer Michael Hirmer, Diakon Heinrich Neumüller und der Teublitzer Kirchenchor unter Leitung von Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier schafften es, die Mitfeiernden aktiv in den Gottesdienst mit einzubeziehen. Alle sagen und machten sogar die Gesten verschiedener Lieder mit. So wurde der Gottesdienst zu einem lebendigen Ort der Freude.

Im Mittelpunkt der Feier stand Jesus Christus, im Zeichen des eucharistischen Brotes. Die Kinder gestalteten dabei wesentlich den Gottesdienst mit und prägten ihn so als ihre ganz persönliche Feier. Sie begrüßten die Mitfeiernden, sie beteten in den Fürbitten, trugen Texte vor oder gestalteten eine große Gabenprozession.

In seiner Predigt griff Michael Hirmer das Evangelium des dritten Ostersonntags auf, in dem der auferstandene Christus seinen Jüngern am See Genezareth begegnet. „Warum lädt der Auferstandene eigentlich immer zum Essen ein?“, fragte sich der Geistliche, „Mit seinem verklärten Leib hat er es nicht mehr nötig zu essen und zu trinken.“ Im Gespräch mit den Kommunionkinder stellte sich aber bald heraus, dass der auferstandene Jesus nach etwas ganz anderem hungert und dürstest: „Nach dir und nach allen Menschen dürstet Gott! Gott dürstet nach deiner Freude und deiner Hoffnung, nach deiner Begeisterung und letztlich nach deiner Liebe.“, erklärt der Pfarrer. Aber auch die harten und schweren Dinge menschlichen Lebens will Jesus, der auferstandenen Christus, kosten. „Er trinkt auch die bitteren Momente unseres Lebens: Dein Leid, deine Angst, dein Versagen, deine Schuld, deine Niedergeschlagenheit und letztlich deinen Tod.“ Der Auferstandene suche dabei immer die Gemeinschaft mit uns Menschen. „Deshalb hat er damals immer die Jünger zum Essen eingeladen. Auch uns heute noch: Jetzt und hier in der Feier der Eucharistie.“ Die Predigt endete mit einer Frage an die Mitfeiernden: „Jesus Christus der Auferstandenen hungert und dürstet nach dir! Nach wem dürstest du?“

An Stelle des Glaubensbekenntnisses erneuerten die Kommunionkinder das Versprechen, das ihre Eltern und Paten bei der Taufe geben haben. Stellvertreten für die Gemeinde beteten die Kommunionkinder Max, Stefan, Anna und Max sowie zwei Eltern und ein Pate in den Fürbitten für die Anliegen der ganzen Welt. In einer großen Gabenbereitung brachten die Kommunionkinder ihre Tischgruppenkerzen, Blumen und Brot und Wein zum Altar. In einer tiefen Stille empfingen die 16 Kinder um den Altar versammelt den Leib des Herrn.

Nach dem Auszug gaben die Kommunionkinder ihrer Freude freien Lauf. Vor dem Pfarrheim erschallte weit zu hören ein dickes: "Kartoffel - Pommes", der Schlachtruf der Kommunionkinder mit ihrem Pfarrer.

 

Teublitz, 05. Mai ´19