Pfarrei Teublitz 0023Schon seit Monaten bereitete sich die Pfarrgemeinde Herz Jesu Teublitz auf die große Friedenwallfahrt, der 75. Gelöbniswallfahrt nach Schwandorf zum Kreuzberg vor. Die große Friedenskerze begleitete die Gebete der Pfarrgemeinde um den Frieden in den Beziehungen und den Frieden unter den Völkern und Nationen. Viele Vereine aus Teublitz und Saltendorf, Vertreter des öffentlichen Lebens, der Politik und viele Gläubige haben ihre Gebetsanliegen im Vorfeld der Wallfahrt an das Pfarramt geschickt.

Überraschend groß war dann auch am 26. Mai der Andrang. Die Polizei zählte 350 Fußpilger, hinzu kamen noch 40 Buspilger und viele die mit dem Fahrrad oder dem PKW zum Kreuzberg hochfuhren. An die 700 Gläubige fanden sich zur Feier der Pilgermesse, gestaltet durch den Teublitzer Kirchenchor, vor dem Gnadenbild der Gottesmutter Maria auf dem Kreuzberg ein.

Wir jedes Jahr gestaltete Pfarrer Michael Hirmer die Fußwallfahrt mit spirituellen Impulsen, Texten und Liedern. Jedes Geheimnis des Rosenkranzes wurde biblisch erschlossen und ins Heute gedeutet. Viele Gedanken des Geistlichen luden zum Nachdenken ein. Wieder einmal herrlich war das Gebet mit und in der Natur. Immer wieder lenkte der Pfarrer das Augenmerk auf die Schönheit der Schöpfung. Der Schwerpunkt der Gedanken lang auf dem Thema „Frieden“, was auch das Motto jährlichen Wallfahrt ist.

Allen Pilgern konnte man anmerken wie wichtig ihnen das Anliegen des alten Gelöbnisses ist, das der damalige Pfarrer von Teublitz, Saltendorf und Katzdorf Dr. Karl Hofmann am Ende des Krieges gab. Sollte seine Pfarrgemeinde von den Wirren des Krieges verschont bleiben, würde die Pfarrgemeine alljährlich zum Kreuzberg nach Schwandorf betend ziehen. Das Gebet um den Frieden ist dabei heute wichtiger denn je, erinnerte Pfarrer Michael Hirmer immer wieder.

Besonders anerkennenswert war das Engagement der weltlichen Vereine und der Stadtgemeinde Teublitz. Viele Vereine spendeten Geld und gaben Gebetsanliegen mit auf den Weg. Auch die politische Gemeinde war mit ihren drei Bürgermeistern Steger, Wutz und Beer und vielen Stadträten vertreten.

Nach viereinhalb Stunden Fußmarsch und Gebet waren vor allem die Trägerinnen und Träger der Friedenskerze froh, diese heil auf den Kreuzberg gebracht zu haben. Kerze und Tragegestellt wogen nahezu zwei Zenten. Doch Kirchenpfleger Matthias Obermeier hatte tags zuvor sogar eine Trageprobe organisiert, bei der sich die Träger schon einmal an das Gewicht aber auch die Tragetechnik gewöhnen konnten.

Mit dabei waren auch viele Jugendlichen. Denn die Wallfahrt war auch der Abschluss der bundesweiten 72-Stundenaktion, bei der die Teublitzer Jugendlichen mit angepackt haben.

Am Ende der Wallfahrt bedankte sich Pfarrer Michael Hirmer bei allen, die zum Gelingen der 75. Gelöbniswallfahrt mit beigetragen, mit angepackt und mit gebetet haben. Beim dem Teublitzer Segenslied „Der Herr segne dich“ stimmten alle Gläubigen kräftig mit ein. Denn der Friede ist ein Segen Gottes, den er uns anvertraut hat.

 

Teublitz-Schwandorf, 26. Mai ´19