Pfarrei Teublitz 1006Einen Gottesdienst wie aus längst vergangener Zeit erlebte am letzten Tag des Saltendorfer Lichtermeers die Gottesdienstgemeinde. Pfarrer Christian Stock zelebrierte das Heilige Messopfer nach dem sogenannten „außerordentlichen Ritus“, wie er vor der Liturgiereform vor den 60ger Jahren des letzten Jahrhunderts in den katholischen Kirchen gefeiert wurde. Markant bei diesem Ritus ist nicht nur die lateinische Sprachen sondern auch, dass der Priester am Hochaltar mit dem Rücken zum Volk zelebriert.
Spannend für jüngere Gottesdienstbesucher war auch, dass die heilige Messe in weiten Teilen in Stille gefeiert wurde. Hin und wieder wurde die Stille durch ein lateinisches Gebet, einen lateinischen Gesang oder Klingeln unterbrochen. Gerade in der nur mit Kerzen beleuchteten und weihrauchgeschwängerten Kirche wirkte die alte Art der Messfeier mystisch auf die Mitfeierenden.

Interessant war, dass die eigentliche Feier nur eine Sache des Priesters, der mit einem Ministranten am Hochaltar den Ritus vollzog. Das anwesende Volk hingegen war passiv. Im eigentlichen Sinne gehörte nicht einmal die Kommunion des Volkes zu Liturgie, da nur die des Priesters wesentlich für deren Vollzug ist.

Möglich wurde der Gottesdienst im alten lateinischen Ritus nur, weil Pfarrer Eugen Thumann aus Ettmannsdorf tatkräftig unterstützte. Er brachte alle nötigen Gegenstände zur Feier der alten Messe mit. Außerdem war ein extra geschulter Ministrant aus seiner Pfarrgemeinde im Einsatz, der die alten lateinischen Gebete konnte. Auch koordinierte Pfarrer Thumann während der Messe die Ministranten.

Passend zum Ritus sang die Frauenschola des Teublitzer Kirchenchores unter Leitung von Norbert Hintermeier eine lateinische Choral-Messe.

 

Saltendorf, 13. Dez´19