Pfarrei Teublitz 1020Am Heiligen Abend feierte die Pfarrgemeinde Herz Jesu zwei Christmetten. Zu Beginn der Mette in Saltendorf wurde die schwangere Gottesmutter heim geholt. Diese zog während des Advents von Tag zu Tag in ein anderes Haus getragen, wo sich die Familien zum Gebet versammelten. Kirchenpfleger Matthias Obermeier gab die Marienfigur an Pfarrer Hirmer zurück, mit der Bitte an die Gottesdienstgemeinde, der Gottesmutter eine Herberge im Herzen zu geben.
Die feierliche Christmette in Teublitz war einmal mehr von der wunderschönen Kirchenmusik geprägt. Gemeinsam mit einem großen Streichorchester sang der Teublitzer Kirchenchor ein lateinisches Offizium, während das Proprium von weinerlichem Volksgesang geprägt war.

In seiner Predigt griff Pfarrer Michael Hirmer das Bild von Trapezkünstlern auf, die hoch oben unter dem Dach eines Zirkuszeltes ihr Kunststücke zeigen. „Der Eine kann nur springen um, Saltos zu schlagen, wenn er sicher sein kann, dass der Andere ihm auffängt.“, erklärte der Pfarrer und übertrug dieses Bild auf seine Gottesvorstellung an, „ich kann springen ins Leben. Ich kann darauf vertrauen, dass da ein Gott ist, der mich auffängt.“ Im Blick auf das Christkind in der Krippe stellte der Geistliche auch die Hände vor, die tragen und halten. „Gott streckt uns die Hände eines Kindes entgegen. Denn jede Hand, die uns in Liebe gereicht wird, hat unendlich Kraft und wird mich tragen und halten.“

 

Teublitz, 24. Dez´19