Pfarrei Teublitz 004„Wir ertragen Wind und Wetter, Schnee und Eis, um Gutes zu tun.“, freut sich Franziska, die mit ihrer Freundin Miriam heuer zum sechsten Mal an der Sternsingeraktion teilnimmt, „Wir gehen gerne von Haus zu Hause, segnen die Wohnungen und sammeln dabei noch für einen guten Zweck.“ Dabei waren Franziska und Miriam nicht die einzigen Kinder und Jugendlichen, die von Weihnachten bis Dreikönig in Teublitz und Saltendorf als Sternsinger verkleidet unterwegs sind. „Es sind 101 Sternsinger unterwegs. Hinzu kommen noch die erwachsene Gruppenbegleiter.“, freut sich Pfarrer Michael Hirmer über das große Interesse an der „Aktion Sternsingen 2020“.

„Die meisten Leute freuen sich, wenn wir kommen. Manche warten sogar schon den halben Tag auf uns und rufen im Pfarrbüro an, wann wir denn endlich kämen.“, freut sich Jonas Störtebecker, der schon das fünfte oder sechste Mal mit dabei ist. So genau wisse er das nicht mehr: „Wir sind schon ein eingespieltes Team. Wir haben alle gut unseren Text gelernt und kleben dann auch den Segensspruch über die Türen: 20 * C + M + B + 20.“ Und natürlich weiß der erfahrende Sternsinger Jonas auch, was dieser bedeutet: „Die Jahreszahl, der Stern von Betlehem, drei Kreuze für den dreifaltigen Gott und in lateinisch die Anfangsbuchstaben für ‚Christus segne dieses Haus“‘.

Wieder mit dabei war das Teublitzer Kamel, denn ein Familienkreis der Teublitzer Kolpingsfamilie hat ein „Kamel“ geschneidert unter dem sich zwei Erwachsene verbergen. Doch der besondere Hingucker war heuer Pfarrvikar P. John Mathew, der mit Erwachsenen eine Sternsingergruppe bildete. „Ich brauchte mich nicht einmal anzumalen.“, witzelt der aus Südwestindien stammende Geistliche über seine dunklere Hautfarbe.

Das Partnerland für die Sternsingeraktion 2020 ist der Libanon. „Jedes Jahr wird ein anderes Land dieser Erde vorgestellt, in denen Kindern durch die Sternsinger geholfen wird.“, erklärt Julia, „Das finde ich gut, denn so erfahren wir vieles über diese Welt.“ Tausende Projekte weltweit werden durch die gesammelten Spenden der Sternsinger unterstützt. Dabei geht es immer um Hilfe zur Selbsthilfe. Es werden Brunnen für sauberes Wasser gebohrt, Schule gebaut, nachhaltige Entwicklung gefördert oder sich gegen Kinderarbeit engagiert. Den Kindern soll in ihren Heimatländern eine Zukunft ermöglicht werden, die lebenswert ist. An die 8000 € dürften dafür 2020 wieder in Teublitz zusammen kommen.

„Ich finde es einfach großartig, dass die Wohnungen und Häuser unserer Pfarrgemeinde durch die Sternsinger gesegnet werden.“, lobt Pfarrer Michael Hirmer die Einsatzbereitschaft der Kinder und Jugendlichen, „Oft sehe ich das C+M+B an den Türen und freue mich, dass die Sternsinger dieses Haus gesegnet haben. Es ist einfach großartig, dass sich so viele Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene für die Sternsingeraktion engagieren.“

Die Sternsingeraktion dauert in Teublitz noch bis zum 6. Januar. Sie endet mit einem feierlichen Gottesdienst am 06. Januar um 10.30 Uhr und dem traditionellen Pasta-Essen im Pfarrheim. Spenden für die Sternsinger nimmt auch das Pfarrbüro Teublitz an.

 

Teublitz, 01. Jan´20