Pfarrei Teublitz036„Tröste mein Volk!“, mit diesem Vers aus dem Buch des Propheten Jesaja lässt sich das diesjährige „Lichtermeer“ der Pfarrgemeinde Teublitz überschreiben, dass zwischen dem zweiten und dritten Adventssonntag in der Pfarrkirche Herz Jesu täglich am Abend gefeiert wurde. Schon die stimmungsvolle Gestaltung des Gottesdienstraumes lud ein, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft in schwerer Zeit zu tanken.

Extra für das Lichtermeer ließ Pfarrer Michael Hirmer eine neue Beleuchtungsanlage in der Kirche installieren. Matthias Kalb und Stefan Weiß tauchten die Bögen der Herz-Jesu-Kirche in ein sanftes Violett, der liturgischen Farbe des Advents. Hinzu kamen über 150 Kerzen auf den Bänken und im Altarraum, die wie funkelnde Sterne das Gotteshaus erhellten. Passend zur meditativen Stimmung des Kirchenraumes wurden die Gottesdienste gestaltet. Volksgesang war reduziert bzw. ganz untersagt. So taten verschiedene Musikgruppen und Kantorengesänge ihr Übriges um den Besuchern einen ganz besonders Gottesdiensterlebnis zu schenken.

Das „Lichtermeer“ eröffnete ein Abendlob mit Lieder aus Taizé, welches musikalisch die Gruppe DoReMi unter Leitung von Tine Wiendl gestaltete. Die Predigt der kurzfristig erkranken Pfarrerin Hanna Stahl aus Maxhütte trugen Lektorin Helga Schmid und Pfarrer Michael Hirmer vor. Sie erinnerte an die Begegnung zweier schwangerer Frauen, als Maria ihre Verwandte Elisabeth besuchte. Pfarrerin Stahl betone, wie wichtig und tröstlich es ist, sich gegenseitig beizustehen, gerade in Zeiten von Corona.

Am Dienstag wurde das Hochfest „Mariä Empfängnis“ gefeiert. Kolping Diözesanpräses Karl-Dieter Schmid aus Regensburg predigte zu den festlichen Gesängen des Teublitzer Kirchenchores, der die Gelegenheit nützen ein letztes Mal in großer Formation zu singen. Denn am Mittwoch wurde der Gesang bei Gottesdienstes stark eingeschränkt. Pfarrer Michael Hirmer und Kirchenmusiker Norbert Hintermeier fanden jedoch eine coronakonforme wie liturgisch ansprechende Lösung. Meditatives Instrumentalspiel der Teublitzer Stubenmusik und gezielt eingesetzte Kantorengesänge verzauberten die Gottesdienstbesucher. Fast schon mystische klangen die lateinischen Choräle durch das kerzenerleuchtete Gotteshaus. Spontan musste dabei Pfarrer Michael Hirmer als Prediger einspringen, da es Domkapitular Hans Ammer nicht mehr wagte, aus Regensburg anzureisen. Die Worte des Pfarrers aber trafen die Gottesdienstbesucher ins Herz, als er von den Lasten und Mühen des Lebens sprach und wie der Glaube hilft, diese zu ertragen.

Am Donnerstag stand Kaplan William Akkala der Eucharistiefeier vor, die von der kleinen Frauenschola des Kirchenchores musikalisch gestaltet wurde. Bis auf den letzten Platz war die Teublitzer Pfarrkirche am letzten Tag des Lichtermeers gefüllt, denn der ehemalige Pfarrvikar Pater John Mathew kam zur Predigt. Das musikalische Spiel der Veeh-Harfen-Gruppe unter Leitung von Maria Dickert klang durch die Kirche.

Das diesjährige „Lichtermeer“, das mit einer feierlichen Vesper am dritten Adventssonntag endete, war ein großer Erfolg und spiritueller Gewinn. Pfarrer Michael Hirmer bedankte sich bei den Mitfeiernden und ausführenden Musikern. Viele Gläubige aus Nah und Fern lobten die hoffnungsvolle und wohltuende Atmosphäre Gottesdienste, die gerade in Zeiten von Abstand- und Verhüllungsgebot zu Herzen gingen.

Teublitz, 7.-11.12.20