Pfarrei Teublitz014Natürlich stand der Heilige Abend im Jahr 2020 unter den großen Vorzeichen der Corona-Pandemie. Die gewohnten Planungen der vergangenen Jahre wurden alle obsolet hinsichtlich der verhängten Ausgangssperre und den Auflagen bezüglich der Kirchenmusik. Vor allem Kirchenmusiker Norbert Hintermeier musste mehrfach seine musikalischen Gestaltungen um planen. In einer großen Kraftanstrengung schafftet es das Team Herz Jesu jedoch auch unter Corona-Bedingungen wunderschöne Gottesdienste am Heiligen Abend zu gestalten.



Nachdem um 15 Uhr eine Mette mit Krippenspiel stattfand, predigte Kaplan William Akkala in der Christmette um 16.30 Uhr über die große Liebe Gottes, die sich für die Menschen klein machte. Eine kleine Schola des Kirchenchores und die Teublitzer Stubenmusik gestalteten diese Mette musikalisch. Wie schon die Mette mit Krippenspiel wurde der Gottesdienst live ins Internet gescreamt. Matthias Kalb mit Helfer Stefan Schwarz brauchten viel Stunden auf, um erst einmal Internet in die Kirche und dann Bild und Ton ins WWW zu bringen. Alle Gottesdienste wurden von vielen Menschen so zu Hause mitverfolgt.

Die feierliche Christmette fand schon um 19.15 Uhr statt und dauerte auch nur 90 Minuten. Dabei stach die Güte der Teublitzer Kirchenmusik ins Auge oder besser gesagt in die Ohren. Nur 10 Musiker waren erlaubt. Mit Streichern und Sängern zauberte Kirchenmusiker Hintermeier eine Stimmung ins Gotteshaus, die einmal war und zu Herzen ging.

Auszug aus der Predigt von Pfarrer Hirmer:
Nicht von oben herab begegnet mir unser Gott. Er schaut mich von unten her an mit den hilflosen Augen eines neugeborenen Kindes. In der Hilflosigkeit eines Kindes zeigt Gott uns was wesentlich und entscheidend ist im Leben. Er offenbart uns seine Liebe! Wer schon einmal ein kleines neugeborenes Kind in Armen gehalten hat, der spürt und erfährt die zärtliche Macht der Liebe hautnah.
Wer wem menschgewordenen Gott im Kind von Betlehem begegnen will, muss sich klein machen. Er muss das Haupt seines Stoltzes und seiner Hochmut senken, damit er dem Kind in der Krippe in die Augen schauen kann. Wer Gott begegnen will, muss sich hinein knien in die göttliche Liebe. Das ist keine Theorie, sondern gelebte Praxis. Jeder Mensch hat das schon einmal erlebt, dass er sich in die Liebe hineingekniet hat, damit ein Anderer groß sein und wachsen kann. Auch für mich haben sich Menschen in Liebe klein gemacht, damit ich groß sein und wachsen konnte, damit ich der sein kann, der ich jetzt bin. Weihnachten ist dann, wenn Menschen dieser hilflosen Liebe Gottes folgen und beginnen danach zu handeln.

Ein Video des Weihnachtsevangeliums mit Predigt des Pfarrers findet sich HIER.
Die Video der ganzen Christmette findet sich HIER

 

Teublitz, 24.12.´20