1Einen ganz besonderen Pilgerweg sind an Weihnachten über 250 Namen von engagierten Katholiken der Pfarrgemeinde Herz Jesu Teublitz gegangen. Im Gebet verbunden trugen die Benediktiner der Abtei Dormitio in Jerusalem die Namen der Engagierten nach Betlehem und legen diese auf den berühmten Stern, der die Geburtsstelle Jesu Christi markiert.
Auch in Israel und Palästina sind die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie spürbar. Erstmals war es nicht möglich, die dicke Schriftrolle mit 108.119 Namen in der Heiligen Nacht nach Betlehem zu tragen. Den Benediktiner-Mönchen der Abtei Dormitio auf dem Zionsberg in Jerusalem wurde es aber am Tag erlaubt, den Pilgerweg anzutreten, was unter der aktuellen politischen und pandemischen Situation ein kleines Weihnachtswunder war.

Der aus dem Landkreis Schwandorf stammende Prior P. Matthias OSB schrieb dem Teublitzer Pfarrer Michael Hirmer in einer E-Mail seine große Freude, dass auch im Corona-Jahr 2020 diese besondere Weihnachtsaktion möglich war. „Auch Sie waren mit dabei.“, heißt es in einer E-Mail.

„Über unsere Pilgerfahrten ins Heilige Land haben wir gute Kontakte zu den Mönchen von Jerusalem und Tabgha am See Genezareth aufbauen können.“, erklärt Pfarrer Michael Hirmer den Hintergrund der Aktion. „Es ist schön zu wissen, dass wir in einer großen Gebetsgemeinschaft miteinander verbunden sind. Und ich freue mich einfach, dass für über 250 engagierte Christen unserer Pfarrgemeinde an Weihnachten am Geburtsort Jesu in Betlehem gebetet wurde.“
Die über einhunderttausend Namen wurden auf eine große Schriftrolle geschrieben und an Weihnachten von Jerusalem nach Betlehem getragen. Es ist das fünfte Mal, dass Pfarrer Hirmer für die Engagierten der Pfarrgemeinde an Weihnachten in der Geburtsgrotte von Betlehem beten lässt.

Jerusalem - Betlehem, 25.12.´20