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IMG 0601„Hitze & Freiheit“, so könnte man wohl den zweiten Pilgertag beschreiben, der die Teublitzer Pilger ins Westjordanland führte. Für uns ist es selbstverständlich geworden sich in ganz Europa frei bewegen zu können. Wir fahren über Grenzen und merken es oft nur an den Straßenschildern, dass man in Österreich, Tschechien oder Italien ist. Ganz anders im Heiligen Land. „Haben Sie Ihren Reisepass mit dabei“, begrüßte Pfarrer Hirmer die Pilger beim Verlassen der Unterkunft: „Scheuen Sie genau nach!“ Und dann ging es an dieser Mauer vorbei, die viel mehr eine Mauer in den Köpfen und Herzen der Menschen ist, als ein Sperrwall zwischen Jerusalem und Betlehem. „Mit meinen Gott überspringe ich Mauern“, sinnierte der Pfarrer mit Hilfe des Psalmenwortes beim Morgenimpuls im Bus.

 

„Weihnachten Ende Mai und das bei über 35 Grad: Weihnachten ganz anderes.“, erlebten die Teublitzer Pilger der Geburtsgrotte Jesu: „Aber Weihnachten hängt nicht von Schnee und Glühwein und Christstollen ab. Denn Gott will heute und hier in dir und dich geboren werden. Und das auch bei heißen Sommertemperaturen.“, meditierte der Pfarrer unweit der Geburtskirche in Betlehem. Zur Freude von Guide Nidal wurden Weihnachtslieder gesunden bevor Bürgermeisterin Maria Steger das Weihnachtsevangelium verkündete, zu dem Georg Niederalt und Roland Unger eine Bildmeditation vortrugen. Vor der Geburtsgrotte musste die Pilgergruppe jedoch warten, denn putzen war angesagt. Die armenischen Christen, die sich mit griechischen und lateinischen (= katholischen) Christen die Geburtskirche teilen, waren heute wohl zum Putzdienst eingeteilt. Vor dem 14zackigen Stern, der den Ort der Geburt des Heilands markiert, konnte jeder eine kurze Zeit persönlich beten.

So richtig heiß wurde es aber dann, als sich die Gruppe aufmachte das Herodion zu besteigen, das König Herodes auf einem Hügel prächtig als Palast und später als seine Grablege ausbauen hat lassen. Oben wurden 42 Grad gemessen. Jedoch war der Aufstieg aller Mühe wert, wurden die Teublitzer mit einem wunderbaren Weitblick über das Bergland von Judäa und die Wust Juda bis hinab zum Toten Meer belohnt.

Nach dem üppigen und sehr leckeren Mittagessen bei Betlehem hatten die Pilger die Möglichkeit Holzwahren einzukaufen. Weihnachtlich wurde es dann wieder auf den Hirtenfeldern. „Ehre sei Gott in der Höhne“, stimmte die Pilgergruppe das Gloria an, das damals bei der Geburt die Engel gesungen haben, als sie den Hirten die frohe Botschaft von der Geburt Christi verkündeten. Pfarrer Hirmer lud die Pilger ein, sich einen kleinen Stein von den Hirtenfeldern mitzunehmen, der als Andenken an Weihnachten in die Krippe zu Hause gelegt werden kann. Zwei größere Steine sicherte sich Pfarrsekretärin Waltraud Neumüller für die Krippen in der Pfarrkirche Teublitz und der Marienkirche in Saltendorf.

Höhepunkt des zweiten Pilgertages war jedoch der Besuch in Emmaus und die Begegnung mit Sr. Hildegard. Gemeinsam mit ihren Mitschwestern ist sie ein Hoffnungszeichen für Emmaus und Umgebung geworden. Mitten in einer hoffnungslosen Gegend haben diese Schwestern, geführt vom Heiligen Geist, es geschafft den Menschen nicht nur Arbeit sondern auch Würde zu geben. Sie schenken ihnen Bildung und Ansehen. Besonders junge Frauen können einen Hochschulabschluss in der Pflege erwerben und so zur Ernährung der Sippe beitragen. Beeindruckend aber ist der Umgang der christlichen Schwestern mit Menschen mit Behinderungen. In der islamischen Gesellschaft ausgegrenzt finden sie hier Annahme und Menschlichkeit. – Die Teublitzer Pilger haben sich schon in Bayern auf diese Begegnung in Emmaus vorbereitet und nützliche Utensilien mitgebracht. Vor allem Hygiene- und Pflegemittel kann Sr. Hildegarde für ihre Arbeit immer gut gebrauchen.

Den abendlichen Gottesdienst feierten auch Sr. Hildegard und einige ihrer christlichen Mitarbeiter mit. „Bleibe Herr bei uns, denn es will Abend werden.“ Mit diesen Worten bitten im Evangelium die Emmaus-Jünger den auferstandenen Herrn bei ihnen zu bleiben. „Am Abend dieses Tages und an diesem Ort können wir besser nicht beten als damals die Jünger von Emmaus“, leitete Pfarrer Hirmer die Eucharistiefeier ein.

Auf der Heimfahrt blickten die Pilger im Abendgebet nochmals auf den Tag zurück: „Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in deinen Hände.“ 

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