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"Regen und Wind" erlebten die Pilger aus Bayern am fünften Tag ihrer Pilgerreise im Heiligen Land, der sie rund um den See Genezareth führte.

Das Pilgerhaus Tabgha, in dem die Teublitzer am Samstag erwachten, liegt wunderschön am See Genezareth. Da bot es sich natürlich an, direkt am See Eucharistie zu feiern. Mit den Pilgern feierte auch die umgebende Tierwelt mit. Neben den Klippdachen waren es auch alle möglichen Vögel die mit ihren Rufen zum Lobe Gottes mit einstimmten.

 

Mit Blick auf den See sinnierte Pfarrer Hirmer über die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben Jesu, die hier stattgefunden haben. Nach dem Eröffnungslied geschah aber etwas völlig ungeplantes: Regen! „Ich habe mit Vielem auf dieser Pilgerreise gerechnet“, lächelte Pfarrer Hirmer, „aber an Regen habe ich nie und nimmer nicht gedacht.“ Doch die Pilger entschlossen sich einfach den Gottesdienst weiter zu feiern und dem Tropfen zu trotzen. – Das Evangelium von der Berufung der Jünger wurde verkündet. Jesus beruft am See Genezareth seine ersten Jünger. Sie waren Fischer. „Das Fischernetz ist ein Symbol auch für unsere Berufung“, erläuterte der Pfarrer in seiner Predigt, „denn auch wir sind als Seine Berufenen eingewoben in diese Netzwerk, das zurück reicht bis Jesus, der hier an diesem See die ersten Knoten des Netzes geknüpft hat.“ Als Zeichen dafür, dass die Pilger Teil dieses Netzwerkes der Glaubenden sind, legte Jeder und Jede einen persönlichen Gegenstand vor dem Altar ab, sodass ein Netz entstand.

Nach dem Gottesdienst ging es hinauf zum Berg der Seligpreisungen, der sich unweit über dem Pilgerhaus erhebt. Mit den berühmten „selig sind“ leitet Jesus seine Bergpredigt ein und erscheint hier als der neue Moses. Die Bergpredigt ist das Grundgesetzt oder der Notenschlüssel der jesuanischen Frohbotschaft. Gemeinsam mit Lektorin Marlene Unger setzte Pfarrer Hirmer die Seligpreisungen in einen aktuellen Kontext. Natürlich durfte auch ein Lied nicht fehlen. „Selig seid ihr“ heißt das passende Lied im neuen Gotteslob, das alle kräftig mit sangen. Der Berg der Seligpreisungen mit entsprechender Kirche ist eines der schönsten Orte im Heiligen Land. Wunderbar über dem See gelegen ist er als bunter Garten gestaltet, in dem eine Blume schöner blüht als die andere. Lange genossen die Pilger die Aussicht und die Schönheit des Gartens.

Vom Berg ging es zurück an den Ufer des Sees zur Kirche der Brotvermehrung. Diese gehört mit dem Kloster der Benediktiner zum Areal des Pilgerhauses. Dort unterhalten die deutschen Benediktiner ein Integrationsprojekt für Jugendliche. Vor dem Altar der Kirche befindet sich das weltberühmte Mosaik mit den Broten und den beiden Fischen, das quasi zum Logo für viele Souvenirs aus dem Heiligen Land geworden ist. Interessant ist, dass auf diesem Mosaik nur vier Brote zu sehen sind, obwohl im Evangelium von fünf Broten die Rede ist. Im Teublitzer Pilgerheft ist zu lesen, warum das so ist: „Das fünfte Brot ist Jesus selbst, der von sich sagt: Ich bin das Brot des Leben.“

Zum Areal der Kirche und des Pilgerhauses gehört auch ein wunderschöner Freialtar am See, der immer wieder auch für TV Gottesdienste genutzt wird. In dem dort gehaltenen spirituellen Impuls ging Pfarrer Hirmer auf die Geschichte von der Brotvermehrung ein.

Gleich nebenan befindet sich die sogenannte Primatskapelle. Hier erschien der Auferstandene den fischenden Jüngern. Auf seine Weißung hin warfen sie trotz Fangflaute in der Nacht nochmal das Netz aus und ihr Fang war übergroß. Nachdem Petrus das volle Netz ans Land gezogen hatte, fand er ein Kohlenfeuer vor und darauf Fisch. „Ein ähnliches Kohlenfeuer brannte schon einmal für Petrus. Damals hat er im Hof des hohenpriesterlichen Palastes Jesus dreimal verleumdet.“, erklärte der Pfarrer, „nun wieder drei Fragen: Petrus liebst du mich? Dieses Mal bekennt Petrus: Ja, Herr, ich liebe dich. Petrus scheitert an dem einen Kohlenfeuer und bekommt am anderen eine neue Chance durch den Auferstandenen. Auch wenn wir scheitern wird Christus immer und immer wieder neue Kohlenfeuer der Versöhnung entzünden. Nützen wir sie!“

Kafarnaum nennt sich stolz „die Stadt Jesu“, denn hier um und in der Stadt spielen viele Geschichten der Evangelien. Eine davon ist die Heilung der Schwiegermutter des Petrus. Das Haus des ersten Apostels und Fischers wurde ausgegraben und mit einer schiffartigen Kirche überbaut. Hier sangen die Pilger das Lied „wer glaubt ist nie allein“, da die Strophen an Petrus erinnern.

Ein für Jesus und seine Jünger wichtiger Ort war die Synagoge von Kafarnaum. Hier lehrte und wirkte Jesus. Auch wenn die Ruinen der Synagoge aus dem 4. Jahrhundert stammen, so sind die schwarzen Fundamente aus der Zeit Jesu. In seinen Predigten hielt Jesus übrigens nicht hinter den Berg, sondern prangerte auch oft Scheinheiligkeiten der religiösen wie politischen Oberschicht an.

Nach dem Mittagessen erlebten die Pilger einen Seesturm. Das Boot schwankte schon so heftig am Steg, dass drei aus der Gruppe sich schon gar nicht trauten einzusteigen. Und so spritze so manche Welle über das Deck, angepeitscht vom frischen Wind, der Abkühlung schenkte.

Für katholische Oberpfälzer ein wenig verwunderlich war, dass Guide Nidal zum Tanz einlud. Zu arabischer und jüdischer Musik wagte es dann doch einige im Reigen zu tanzen.

Mitten auf dem See bei hohem Wellengang hielt das Boot still. Es war für Pfarrer Hirmer sehr einfach die Pilger in die Geschichte des Seesturms einzuführen. „Auch in die Nussschale unseres Lebens brechen oft Wellen hinein, der Angst, der Hoffnungslosigkeit, der Resignation … Auch dann ruft uns Jesus, wie damals Petrus: Komm!“, interpretierte der Pfarrer, „haben wir den Mut auszusteigen und sich auf Jesus hin fallen und auffangen zu lassen.“

Zurück im Pilgerhaus endete der Tag mit dem Abendgebet in dem die einzelnen Etappen des Tages dankend vor Gott gebracht wurden. Während die einen danach auf die Terrasse verschwanden vorzogen sich die andern in den Fernsehraum, auch wenn keine bayerische Mannschaft mit roten Trikots im DFB-Pokal-Finale in Berlin zu Gange war …

 

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