PICT3888Betend am Grab seiner Mutter begann für Primiziant Ulrich Eigendorf an der Seite seines Vaters Manfred der Neupriesterempfang von Stadt und Pfarrgemeinde Teublitz. Vor dem großen Friedhofstor wartete schon eine große Menschenmenge. Die Kinder der beiden Teublitzer Kindergärten standen mit ihren Kindergärtnerinnen Spalier. Im großen Zug zogen die Ministranten mit Diakon Heinrich Neumüller und Pfarrer Michael Hirmer von der Kirche zum Friedhof. Natürlich war auch Bürgermeisterin Maria Steger mit ihren beiden Stellvertretern und vielen Stadträtinnen und Stadträte erschienen. Abgerundet wurde die Menschenmenge von vielen Vereinen mit ihren Fahnen und Abordnungen sowie vielen Gläubigen, die „ihren Uli“ in der Heimatstadt willkommen heißen wollten.

PICT3953Vor dem Friedhofstor sagen die Kindergartenkinder ein Lied für den Primizianten und ließen ihre Luftballone als Zeichen ihrer Gebete zum himmlischen Vater steigen. Im großen Zug wurde Neupriester Eigendorf zum Stadtpark geleitet, wo der Festakt der Stadt Teublitz stattfand. Es war ein wunderschönes Bild im satten Grün des Parks mit all den Fahnen und einem wunderschönen Blumenteppich, der an Wein und Bort, die Gaben der Eucharistie, erinnerte. Festlich wurde der Empfang der Stadt durch die Blaskapelle und dem Gemeindechor der Pfarrgemeinde umrahmt. Nach einem Gedicht der Kindergartenkinder brachten Kinder der Telemannschule Grüße und Wünsche dem Neupriester und überreichten selbst gebastelte große Papierblumen.

In ihren Grußworten erinnerte Bürgermeisterin Maria Steger, dass Kirche und weltliche Gemeinde ein gemeinsames Ziel hätten: nämlich den Menschen. Stolz sei sie auf Uli Eigendorf, der in Teublitz immer eine Heimat haben werde. Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt grüßte Robert Wutz, der als Leiter des Primiz-Ausschusses schon die Diakonenweihe, jetzt den Neupriester empfang und die Primiz am kommenden Sonntag mit einem großen Team von Helfern organisiert hat.

In seinen Dankesworten erinnerte Neupriester Ulrich Eigendorf, wie wichtig es ist, einen guten Nährboden zu haben. Dieser gute Boden sei Teublitz für ihn gewesen. Er danke allen, die ihn begleitet und die kommenden Tage vorbereitet haben.

PICT4003In der Pfarrkirche Herz Jesu begrüßte Pfarrer Michael Hirmer den Neupriester im Namen der Pfarrgemeinde. „Ich darf dich jetzt Mitbruder nennen, denn du bist nun ein Bruder für uns in deinem Dienst an den Menschen geworden.“, erinnerte der Pfarrer an die Versprechen, die Eigendorf bei seiner Diakonen- und Priesterweihe gegeben hat. „Auch wir geben dir, unserem Bruder, ein Verspreche: Egal wo es dich der Bischof hin versetzen wird. Wir hier in Teublitz wollen deine Schwester und Brüder, deine Familie sein.“

Am Ende der Vesper, der der Neupriester vorstand, erinnerte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Georg Niederalt an den Lebensweg des Primizianten, der ihm von der Taufe über seine Zeit im kath. Kindergarten und seiner Schulzeit hin zur Firmung geführt hatte. Seine Berufung hat er in der aktiven Jugendarbeit der Pfarrgemeinde finden können. Nach dem Seminar in Fockenfeld trat Eigendorf ins Priesterseminar ein und studierte Theologie. „Jetzt haben wir dich als Priester wieder.“, so der PGR-Sprecher.

Vor dem feierlichen Primizsegen ergriff Neupriester Eigendorf noch einmal das Wort und danke allen für den wunderbar gestalteten Neupriesterempfang. Schließlich wandte er sich dem Pfarrer zu und dankte „Michael“ für die gute Begleitung der letzten Jahre. Diese Hilfe und Unterstützung sei ihm gerade im letzten Jahr, dem Pastoralkurs, wichtig und hilfreich geworden.

Nach der Vesper waren alle in den Pfarrgarten geladen. Dort gab es einen kleinen Stehempfang und die Möglichkeit den Neupriester persönlich zu treffen und zu gratulieren. 

 

Dankesworte von Neupriester Ulrich Eigendorf beim Heimatempfang der Stadtgemeinde im Stadtpark: 

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Maria Steger, sehr geehrte Mitglieder des Stadtrates,
sehr geehrter Herr Pfarrer, lieber Michael,
sehr geehrter Herr Vorsitzender des Primizausschusses, lieber Robert,
liebe Mitglieder unserer Vereine, 
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter unserer kirchlichen Gremien,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich danken Ihnen allen von Herzen, welchen großen Empfang ihr mir bereitet habt! Ich bin ganz überwältigt von eurer Herzlichkeit! Vielen Dank euch allen!
In den letzten Wochen hatten wir im Priesterseminar noch einige Vorlesungen. Einmal zitierte einer der Referenten ein afrikanisches Sprichwort: „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Ich würde sagen, dass dies ähnlich auch für einen Priester gilt: Um einen Priester hervorzubringen, braucht es eine große Gemeinschaft.  So wie eine Pflanze ohne Erde nicht wachsen kann, kann ein Priester ohne eine Gemeinschaft und aus einer Gemeinschaft heraus nicht wachsen. Aus einem gut bereiteten Boden wachsen gute Früchte. Ihr seid dieser gut bereitete Boden, aus dem meine Berufung heraus wachsen konnte. Das, was ich bin, wäre ich nicht ohne euer Vorbild, ohne eure Unterstützung, ohne eure Begleitung, ohne meine Heimatgemeinde.
Die Primiz ist nicht nur der Beginn meines priesterlichen Wirkens, sondern sie ist auch ein großes Dankefest. Ich bin dankbar in erster Linie unserem Herrgott, dass er all das so gefügt hat. Und ich bin euch dankbar für die große Wertschätzung, die ich stets von euch erfahren habe. Ich danke euch für die vielen tollen Begegnungen, durch die mein Glaube und meine Berufung gestärkt wurden. Ich bin stolz auf meine Heimat, auf Teublitz und ich freue mich, dass wir jetzt miteinander ein so großes Fest der Dankbarkeit und Freude feiern dürfen. Meine Heimat, ihr habt mich stets geprägt und so ist es mir nun auch eine besondere Ehre, mich ins Goldene Buch der Stadt Teublitz eintragen zu dürfen.
Es freut mich, dass Stadt und Pfarrei stets ein gutes Miteinander pflegen und sich gemeinsam für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt einsetzen. Deutlich wird diese Zusammenarbeit jetzt wieder, rund um die Primizfeierlichkeiten: Vielen Dank der Stadt Teublitz für ihr großes Engagement hierbei!
In der Primiz feiern wir das, was ist: dass ich nun Priester für andere sein darf; wir feiern, das, was war: dass ich aus eurer Mitte heraus gewachsen bin und dankbar auf viele schöne Jahre mit euch zurückblicken darf; und wir blicken in die Zukunft und bitten Gott, dass er euch Kraft geben möge, weiterhin eine offene und liebevolle Gemeinde zu sein, aus der die vielfältigsten Berufungen heraus entstehen können. Lebt für unsere Stadt, lebt für unseren Glauben!
Vielen Dank!

In der Kirche:
Freie Dankesworte an Michael - besonders für das letzte Jahr, pastorale Fragen
und Pfarrei insgesamt Dank für Begleitung und Unterstützung um die Primiz

 

Ein Bericht der MIttelbayerischen Zeitung findet sich -HIER

 

Es folgen vier Bildergalerien - Danke an die Fotografen - Rechte liegen bei der Pfarrgemeinde Herz Jesu Teublitz

 

Fotogalerie 1 

 

 

Fotogalerie 2

 

Fotogalerie 3 

 

Fotogalerie 4 

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