Pfarrei Teublitz 0019„Grüüüüüsss Gott Herr Pfaaaaarraaa“, wer schon einmal von einer Schulklasse begrüßt wurde, kennt diesen Sing-Sang. Doch Pfarrer Michael Hirmer staunte am vergangenen Sonntag nicht schlecht, als er seine Lesebrille auf dein Pult legte und ihn die Kommunionkinder so in der Kirche begrüßten. Auch anderen Gottesdienstteilnehmer musste schmunzeln. Spontan griff der Seelsorger zu Beginn des Gottesdienstes die Begrüßung der Kommunionkinder auf: „Wisst ihr, wen wir zu Beginn eines jeden Gottesdienstes begrüßen?“ Die Finger der Kinder gingen nach oben und Max schrie laut: „Jesus und Gott“. „Aber wie tun wir es?“, fragte der Pfarrer weiter, „Wir begrüßen Jesus Christus in unseren Mitte, indem wir sein Erbarmen anrufen.“

In diesem Schuljahr bereiten sich 15 Kinder der Pfarrgemeinde Herz Jesu auf das Sakrament der Versöhnung (Beichte) und den Empfang der heiligen Kommunion vor. Vor zehn Jahren war es noch weit über 40 Kinder.

Im Predigt-Gespräch erklärten die Kommunionkinder den aus Indien stammenden Konzelebranten P. John Mathew das deutsche Wort „verdorren“. „Wenn du was nicht gießt, dass verdorrt es.“, meinte Sarah ganz logisch, „oder wenn du was von einer Pflanze abschneidest.“ Und schon war die Bedeutung des Mottos der Kommunionvorbereitung klar, wenn Jesus sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Denn, so der Pfarrer, von Jesus bekommen wir Kraft und Energie aber auch Mut und Entschlossenheit zum Leben.

Nachdem sich jedes Kommunionkind der Gottesdienstgemeinde persönlich vorgestellt hatte, hefteten die Kinder mit Religionslehrerin Rita Hintermeier große Reben mit ihren Fotos an ein großes Transparent in der Kirche, auf dem das Motto der Vorbereitung zu lesen ist. Schließlich brachten die Kinder zur Gabenbereitung ihre Gruppenkerzen zum Altar und stellten sich beim Hochgebet um diesen, um dort Gott zu danken.

 

 

Teublitz, 14. Okt ´18