Pfarrei Teublitz 2002Jedes Jahr am dritten Wochenende im November gedenkt man beim Volkstrauertag der Opfer der beiden Weltkriege. Auch in Teublitz hatten sich mehrere Vereine mit sieben Fahnenabordnungen zur Vorabendmesse in der Teublitzer Pfarrkirche versammelt. Der Gottesdienst wurde durch den Männergesangsverein „Gute Freunde“ und die Blaskapelle Teublitz musikalisch gestaltet. Am Ende des Gottesdienstes betete Pfarrer Michael Hirmer vor den Steintafeln auf den die Toten des zweiten Weltkrieges zu sehen sind.
Nach dem Gottesdienst marschierten im Schweigemarsch die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, Stadträten, Bürgermeisterin Maria Steger sowie Pfarrer Hirmer in einem Fackelzug zum Friedhof. Pfarrer Hirmer sprach ein Dankgebet und dachte an die vielen Kriegsopfer auf der ganzen Welt.

Die Gedenkansprache am Kriegerdenkmal hielt 1. Bürgermeisterin Maria Steger. „Gerade am Volkstrauertag, wo rechte Kräfte wie die AfD die dunklen Seiten der Deutschen Geschichte nur allzu gerne relativieren und verharmlosen wollen, ist es wichtig, sich zu erinnern,“ stellte Steger fest. Denn nur wer sich erinnert, kann aus der Vergangenheit lernen, um eine bessere Zukunft zu gestalten. Man denkt heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker. Wir trauern aber auch um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren. „Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt,“ stellte Steger abschließend fest. Die Stadträte Dr. Thomas Brandl und Frank Pabst legten am Kriegerdenkmal einen Kranz im Namen der Stadt nieder. Die Blaskapelle Teublitz spielte zum Abschluss das „Lied vom guten Kameraden“ und drei Böllerschüsse beendeten die Gedenkfeier. Unter den Klängen der Blaskapelle ging es dann im Marsch zurück zum Kirchplatz, wo sich der Zug auflöste.

Teublitz, 16. Nov´19